06.09.2018 - 10:04 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Barockschloss und Reliquienschrein

51 Teilnehmer sammeln bei Seniorenfahrt nach Petschau und Ellbogen viele neue Eindrücke.

Die Senioren aus Waldsassen vor der Dreifaltigkeitssäule auf dem Marktplatz von Ellbogen.
von Externer BeitragProfil

Die von der Stadt Waldsassen auch heuer wieder veranstalteten Senioren-Tagesfahrten gelten inzwischen als echter Geheimtipp. Dies wurde erneut deutlich bei der jüngsten Tour nach Petschau und Ellbogen mit 51 Teilnehmern. Die Leitung der Fahrt hatte Siegfried Achatz als Seniorenbeauftragter der Stadt Waldsassen, in Eger stieß eine sachkundige Fremdenführerin zur Gruppe.

Es ging zunächst durch den Kaiserwald, vorbei an Marienbad und weiter nach Petschau (Becov nad Teplou). Hier angekommen, erhielt die Gruppe eine Führung durch das untere Barockschloss mit seiner eindrucksvollen Ausstattung. Höhepunkt war jedoch die Besichtigung des wertvollen romanischen St.-Maurus-Schreins aus der Zeit um 1230. Das Schloss befand sich im 19. und frühen 20. Jahrhundert im Besitz der adeligen Familie de Beaufort-Spontin, die 1838 auch den Maurus-Schrein erworben hatte. Aufgrund der politischen Verhältnisse wurde der Schlossbesitz jedoch im Oktober 1945 verstaatlicht. Die Familie Beaufort hatte den Schrein am Ende des Zweiten Weltkriegs sicherheitshalber im Boden der Burgkapelle vergraben, wo er dann mehr als 40 Jahre verborgen blieb und erst 1985 von Kriminalisten wieder aufgespürt werden konnte. Weil das wieder aufgefundene Reliquiar stark beschädigt war, ließ man es aufwändig instandsetzen. Die Arbeiten erstreckten sich über 12 Jahre hinweg. Seit 2002 kann dieser einzigartige Reliquien-Schrein der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Nach dem Mittagessen führte die Seniorenfahrt weiter nach Ellbogen (Loket). Hier gab es eine kurze Stadtführung, danach eine Stärkung. Von mehreren Teilnehmern wurde auch die Möglichkeit genutzt, die kleinen örtlichen Museen sowie die Kirche und die Burg von Ellbogen zu besichtigen. Gegen Abend kehrten die Senioren reich an neuen Eindrücken ins Stiftland zurück.

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