Drei mobile Teams waren in den vergangenen Tagen im Landkreis Tirschenreuth unterwegs, um Bewohner und Mitarbeiter von Senioren- und Pflegeheimen gegen Covid-19 zu impfen. Oberpfalz-Medien hat beim Bayerischen Roten Kreuz nachgefragt:
Wie war der bisherige Verlauf?
„Die Prozesse spielen sich langsam ein und unser Team findet sich immer mehr“ , sagt Melissa Wagner, die die Leitung des Impfzentrums inne hat. Die ersten Senioren- und Pflegeheime hätten alles sehr gut vorbereitet, trotz mehrmaliger kurzfristiger Änderungen.
Gab es Überraschungen/Probleme/Hindernisse?
Es gibt laut BRK-Pressesprecher Sven Lehner laufend Änderungen seitens des Ministeriums, "die eine hohe Flexibilität und schnelle Reaktion abverlangen". Zudem hänge alles von dem tatsächlich zur Verfügung gestellten Impfstoff ab. Menge und Zeitpunkt seien leider erst sehr kurzfristig bekannt, was die Planungen und Terminierungen schwierig mache.
Wie war die Resonanz/Reaktion in den Alten- und Pflegeheimen?
„Viele Bewohner und Mitarbeiter haben bereits auf ihre Impfung gewartet und sich gefreut, bei den ersten dabei gewesen zu sein. Weiter gab es einige, die nunmehr doch impfwillig sind“, antwortet Melissa Wagner.
Wie viele Landkreisbürger sind bisher geimpft worden?
Nach Angaben von Lehner wurden bisher 415 Impfdosen dem Landkreis zugeteilt. Bis zum Vormittag an Silvester sind alle verimpft.
Wann kommen die nächsten Impfdosen?
Für Donnerstag, 31. Dezember, werden rund 250 weitere Impfdosen erwartet.
Steht schon fest, ab wann man sich vormerken bzw. zum Impfen im Impfzentrum anmelden kann?
"Leider nein, da auch dies von der Zuteilung des Impfstoffes abhängt", so Lehner.
Wie ist das Prozedere der Anmeldung?
Die Anmeldung soll online erfolgen. Weitere Informationen folgen, sobald genaueres bekannt ist. Da in der nächsten Phase die über 80-Jährigen, die zuhause leben, geimpft werden sollen, hat das Rote Kreuz eine Bitte: "Der Ablauf im Impfzentrum funktioniert am schnellsten und einfachsten, wenn sich vorher jeder zuhause online angemeldet hat und alle Unterlagen samt Impfpass dabei hat.
Da diesem Personenkreis die Online-Anmeldung vermutlich häufig selbst nicht möglich ist oder sehr schwer fällt, wäre es wünschenswert und wichtig, wenn zum Beispiel die Kinder und Enkel auf ihre Eltern und Großeltern deswegen bereits jetzt zugehen, damit dies keine Hemmschwelle wird oder Sorgen verursacht. Umgekehrt gleichermaßen, dass Impfwillige, denen die Onlineanmeldung nicht möglich ist, bereits eine Person ihres Vertrauens darum bitten. Ebenso sollte der zweimalige Transfer zum Impfzentrum schon mal geplant werden."

















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