12.08.2019 - 16:46 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Festzug, Stimmung und lange Schlangen

„Es war ein voller Erfolg!“, betont Kommandant und Festleiter Tobias Tippmann voller Stolz. Das zweitägige Fest zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr Waldsassen war mit vielen Höhepunkten gespickt.

von Florian MüllerProfil

Los gingen die Feierlichkeiten am Samstagabend mit einem Festgottesdienst. Danach heizte die Partyband „Die Ochsen“ im Festzelt kräftig ein: In den vorderen Reihen waren die Bänke einer harten Belastungsprobe ausgesetzt, denn sitzen wollte bei den zahlreichen Hits schon bald niemand mehr. Andere eroberten die Tanzfläche – und sogar die Bühne war vor feierlaunigen Besuchern, darunter Mitglieder der Patenwehr aus Nabburg, nicht sicher. Für ihr diesjähriges Jubiläum hatte die Feuerwehr Waldsassen zwar auf Festdamen verzichtet, dafür machten die ehemaligen Festdamen der Jubiläumsfeiern der Jahre 1993, 1989 und 1979 umso mehr Stimmung.

Lange Schlangen bildeten sich am Samstagabend vor den Verpflegungsständen, schließlich ist die Küche der Waldsassener Brandschützer weit über die Klosterstadt hinaus bekannt. Die Mitglieder der Wehr mussten die ganze Woche über und vor allem am Festwochenende hart schuften, um alle Gäste zufriedenzustellen. „Ich denke, das ist uns gut gelungen“, zog Tobias Tippmann Bilanz. „Die Besucherzahlen haben unsere Erwartungen noch übertroffen.“ Das reichhaltige Angebot aus Burgern, Grillfleisch, Bratwürsten, Käse, Brezen und Pommes wurde ergänzt durch einige Marktstände. Auch die Schiffschaukeln waren ständig besetzt. Ein weiterer Anziehungspunkt war die Bar, die bis in den frühen Morgen hinein geöffnet hatte.

Am Sonntag waren die Anwohner rund um das Festgelände spätestens um 10 Uhr wach, denn mit lauten Martinshörnern kündigten sich insgesamt 64 Feuerwehr-Oldtimer an. Die Organisation dieses Zusammentreffens hatten wieder Johannes und Wolfgang Fortelny übernommen.

74 Vereine

Schwer beschäftigt waren die Helfer in der Mittagszeit in den beiden Ausgabestellen für den heiß begehrten Schweinebraten: Die Schlange wollte gar nicht mehr schrumpfen. Die Nachfrage war so groß, dass bereits um 12.30 Uhr keine Portion mehr übrig war. Ab 13.30 Uhr leerte sich das Festzelt langsam, denn sowohl die angereisten Vereine als auch die Besucher wollten sich den Festzug nicht entgehen lassen: Mit 74 Vereinen und den Oldtimern bewegte sich dieser durch die Straßen der Stadt. Auch viele Fotografen, die es vor allem auf die roten Autos abgesehen hatten, tummelten sich entlang der Strecke. Aber auch die zahlreichen Feuerwehren sowie die anderen Gruppen gaben ein prachtvolles Bild ab: Fahne um Fahne reihte sich aneinander, dazwischen Mitglieder von jung bis alt. Ein besonderer Hingucker waren die Festdamen verschiedener Wehren.

Wieder zurück am Festgelände stand schon der nächste Höhepunkt auf dem Programm: Der Einzug der einzelnen Fahnenabordnungen. Lauthals begrüßt wurden die Fähnriche von Kommandant Tobias Tippmann, musikalische Unterstützung leistete die Pirker Blechmusi. Die Kapelle brachte das Festzelt anschließend zum Kochen, wieder einmal standen die Gäste auf den Bänken. Sowohl drinnen als auch draußen unter den Schirmen blieb kein einziger Platz mehr frei. Die Feuerwehrfrauen boten Kaffee und selbst gemachte Kuchen, Kücheln und Torten an. Mit Schaschlikpfanne und sauren Bratwürsten klang das Fest am Abend allmählich aus.

Den krönenden Abschluss bildeten die Verabschiedung und der spektakuläre Auszug des Patenvereins aus Nabburg. „Wir pflegen eine sehr gute Freundschaft, die existiert nicht nur auf dem Papier“, erklärte Vorsitzender Wolfgang Fortelny. Als Präsent erhielten die Waldsassener vom Patenverein Vereinsabzeichen. Diese revanchierten sich mit einem gemalten Bild des Feuerwehrgerätehauses von Ernst Kolb. Kommandant Tobias Tippmann dankte allen Helfern und Besuchern: „Das war ein Fest, über das man noch lange sprechen wird“, zeigte er sich überzeugt.

In einer kurzen Ansprache betonte Schirmherr und Bürgermeister Bernd Sommer die Bedeutung eines solchen Jubiläums: „Ihr wart 150 Jahre für die Stadt Waldsassen da. Ich hoffe, dass das so bleibt!“

Hier geht's zum Bericht über den Festgottesdienst.

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