01.12.2020 - 12:57 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Frauen-Union Waldsassen diskutiert mit Staatsministerin über Pandemie-Folgen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Bereichen Familie, Erziehung und Bildung rückten bei einer Videokonferenz der Frauen-Union Waldsassen in den Fokus. Beleuchtet wurden negative Entwicklungen, aber auch einige positive Aspekte.

Der Screenshot zeigt die Teilnehmer der Videokonferenz, die von der Frauen-Union Waldsassen als Ersatz für ein Frauenfrühstück organisiert wurde. Mit dabei war auch die Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Carolina Trautner (oben, Zweite von rechts).
von Externer BeitragProfil

Das ursprünglich für den vergangenen Samstag geplante Frauenfrühstück hatte die Frauen-Union Waldsassen aufgrund der Corona-Beschränkungen absagen müssen. Als Ersatzveranstaltung konnte Ortsvorsitzende Katja Bloßfeldt aber eine Videokonferenz mit Carolina Trautner organisieren, der Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. "Ein Format, das in diesen Zeiten ein wichtiges Kommunikationsmittel ist, um den Kontakt zur Basis nicht zu verlieren", heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Zusätzliche Herausforderungen

Einigkeit herrschte im Teilnehmerkreis darüber, dass Frauen in der Corona-Pandemie noch stärker als bisher in vielfältigen Rollen verschiedenste Aufgaben zu meistern hätten. Bei den alltäglichen Aufgaben in Haushalt, Beruf und Erziehung seien laut Trautner weitere Herausforderungen hinzugekommen. Der Online-Unterricht, der Zwiespalt zwischen Familie und Beruf und vieles mehr belasteten vor allem Mütter sehr. Trautner plädierte für eine bessere Verteilung der Aufgaben auf alle Geschlechter.

Die Corona-Pandemie bringe aber nicht nur Negatives mit sich, so die Meinung in der Runde. Beispielsweise hielten verschiedene Generationen nun mehr zusammen und unterstützten sich gegenseitig. Bürgermeister Bernd Sommer lobte dabei den Einkaufsservice in Waldsassen, welchen die Junge Union initiiert und mit vielen freiwilligen Unterstützern durchgeführt hat. Auch die Mitglieder von Familien könnten durch die Pandemie mehr Zeit miteinander verbringen. So könne sich in vielen Fällen ein neues Familiengefühl entwickeln.

Gewürdigt wurden weiter Firmen, die sich verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert zeigten und trotz der schwierigen Lage ausbildeten. Carolina Trautner warb dafür, dass man jungen Menschen eine Chance geben solle, auch wenn ihr Lebenslauf auf den ersten Blick nicht perfekt sei.

Breiten Raum in der offenen Diskussion nahm das Thema "Kindertagesstätten und Kindergärten in Zeiten der Pandemie" ein. Carolina Trautner sprach hier den Erzieherinnen und Erziehern ihren Dank aus. In diesen Einrichtungen sei es kaum möglich, Abstände einzuhalten. Gleichzeitig habe sich aber auch gezeigt, dass es für die Familien eine enorme Belastung bedeute, wenn diese Betreuungsangebote nicht mehr zur Verfügung stehen. Umso erfreulicher sei es, dass derzeit nur etwa 5 Prozent der 9800 Kindertageseinrichtungen in Bayern von Schließungen betroffen seien, so Trautner.

Kritik an Kommunikation

Katja Bloßfeldt, selbst Leiterin einer Kinderkrippe, kritisierte die oftmals sehr kurzfristige Kommunikation neuer Corona-Auflagen in diesem Bereich und hob auch die Wichtigkeit der Kinderbetreuung hervor: "Die Kita ist nicht nur Spielort, sondern vor allem Lernort."

Per Videokonferenz hat sich der CSU-Kreisverband mit MdB Albert Rupprecht ausgetauscht

Tirschenreuth
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