26.07.2021 - 13:16 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Köllergrün bei Waldsassen erinnert an die Wurzeln des Stiftlands

Nach einer Zwangspause hat der Gerwig-Kreis wieder an die Tradition angeknüpft. Den Gottesdienst an der legendären Gründungsstätte feierte Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl. Er stellte seine Predigt unter drei Begriffe.

Hauptzelebrant und Prediger unterm großen Schirm war Stadtpfarrer und Dekan Dr. Thomas Vogl, Konzelebrant war Pater Friedhelm Czinczoll.
von Konrad RosnerProfil

Der Gottesdienst in Köllergrün musste 2020 ausfallen. Um so mehr freute sich am Samstag Manfred Brunner als Vorsitzender des Gerwig-Kreises Waldsassen, dass der Termin an der bedeutenden und geschichtsträchtigen Stätte stattfinden kann. "Dies ist uns ein besonderes Anliegen“, so Brunner.

Köllergrün ist der Gründungslegende nach die Geburtsstätte der Zisterzienser-Abtei. „Hier in Köllergrün sind die Wurzeln unserer Heimat", sagte Brunner. Gestaltet wurde der Gottesdienst von der Münchenreuther Bauernkapelle unter der Leitung von Peter Fuhrmann und dem Männergesangverein Waldsassen unter der Leitung von Andreas Sagstetter. Vorbereitet hatte die Feier Andreas Grillmeier vom Gerwig-Kreis.

Eine wichtige Stätte

Hauptzelebrant war Stadtpfarrer und Dekan Dr. Thomas Vogl. Mit ihm am Altar stand Pater Friedhelm Czinczoll, „Hausherr dieses Naturdoms“, so Brunner. Zu Beginn des Gottesdienstes sagte Pfarrer Vogl, dass man die Tradition des Köllergrün-Gottesdienstes wieder aufnehme. Köllergrün sei eine wichtige Stätte: Denn hier würden die Menschen an ihren Ursprung erinnert.

Vogl ging auf den Welttag für Großeltern und ältere Menschen ein, der am Sonntag gefeiert wurde und den Papst Franziskus eingeführt hat. Für ältere Menschen seien Erinnerung, Gebet und Träume wichtig. Die Erinnerung sei der große Vorsprung der Älteren vor der Jugend; diese hätten den großen Vorsprung durch ihre Lebenserfahrung. Deshalb sollte man die Erinnerung der Älteren auch schätzen.

Gebet in Pandemie und nach Flut

Auch an der Gedenkstätte Köllergrün werde die Erinnerung wach gehalten, sagte der Pfarrer und ging auf den Schatz des Gebetes ein. In Köllergrün habe mit dem Gebet das Stiftland seinen Anfang genommen. Das Gebet stärke Menschen. Gerade die Pandemie und die aktuelle Flutkatastrophe zeigten, wie wichtig das Gebet sei. Die alte Regel „Gebet und Arbeit“ sei nach wie vor sinnvoll.

Träume seien auch im Alter wichtig, so der Pfarrer: Eine gemeinsame Hoffnung sowie das Streben nach Einheit und Frieden solle man nicht unterlassen. Dieser Traum, betonte der Stadtpfarrer, müsse immer wieder neu gelebt werden. Dazu sei es wichtig, das Gebet lebendig zu erhalten und miteinander verbunden zu sein.

Der Gerwig-Kreis hat ein Buch über die Straßen und Plätze in Waldsassen herausgebracht

Waldsassen
Auch die Zisterzienserinnen des Klosters waren beim Gottesdienst vertreten.
Die Münchenreuther Bauernkapelle unter der Leitung von Peter Fuhrmann (links) begleitete den Köllergrün-Gottesdienst.
Der Männergesangverein Waldsassen unter der Leitung von Andreas Sagstetter (rechts) durfte beim Gottesdienst nicht fehlen.

 

 

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