Abstand wahren: In den Rathäusern, wo oftmals mehrere Mitarbeiter gleichzeitig in einem Büro auf engsten Raum arbeiten, ist das beinahe schon eine Kunst für sich. In der Klosterstadt, wo alle Möglichkeiten von teilweisem Urlaub bis hin zu Home-Office ausgeschöpft sind, hat Bürgermeister Sommer nun das Kunsthaus in die Überlegungen mit einbezogen.
Es ist bekanntlich vorübergehend geschlossen, weil keine Veranstaltungen wie üblich stattfinden dürfen. "Das Kunsthaus ist nicht allein für Kunst da", kam Sommer in den Sinn und quartierte die kommunalen Verkehrsüberwacher Markus Mickisch und Gerhard Laab in das nur einen Katzensprung entfernte Kunsthaus um.
"Wir mussten nur zwei Schreibtische aufstellen, sowie zwei Computer und Telefone anstöpseln", erläutert Sommer. Die technische Verbindung zum Rathaus funktionierte auf Anhieb, der Umzug dauerte gerademal eine Stunde. Der "kurze Dienstweg" ist über den Hinterausgang zum Rathaus gewährleistet.
Dass nahezu zeitgleich der Verein Kunsthaus Waldsassen (KuWa) mit seinem "Kunsthaus-Schaufenster" (wir berichteten) wieder Leben in die Bude bringen will, stört weder Bürgermeister noch Parksheriffs. "Kunst und Verwaltung sind keine Gegensätze", sag Sommer.
Sommer erzählt, dass vor einigen Wochen die Hausärzte angefragt haben, ob sie wegen der Sicherheitsvorkehrungen das KuWa als externe Praxis für mögliche Corona-Patienten nutzen dürfen. "Die Ärzte haben sich dann aber bestens selbst organisiert."
"Ich glaube, ich bleibe immer hier", schmunzelt Markus Mickisch, dem sein neuer Arbeitsplatz gut gefällt. So gut, dass sogar seine Topfpflanzen mit umziehen durften. "Es soll ja ein bisschen wohnlich sein", sagt Mickisch, der sich zudem ein paar Kunstwerke an den weißen Wänden gut vorstellen könnte. Wer unter den KuWa-Vereinsmitgliedern leihweise ein paar schöne Bilder fürs Behelfsbüro übrig hat: Bitte im Rathaus melden.















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