10.02.2019 - 12:23 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Mehr Lebensfreude für Heimkinder

Es sei schöne Tradition, sagte Kreisbäuerin Irmgard Zintl, alle zwei Jahre aus dem Erlös des Kaffeekränzchens in eine Spende weiterzureichen. Diesmal durfte sich das Kinder- und Jugendhilfezentrum Haus St. Elisabeth über 500 Euro freuen.

Kreisbäuerin Irmgard Zintl überreichte an Heimleiterin Hannelore Haberzett (von links) den symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro. Dafür bekam Zintl einen netten Blumengruß aus Windischeschenbach.
von Ulla Britta BaumerProfil

"Ich habe das Heim besucht. Es sind dort auch Kinder aus dem Landkreis Tirschenreuth untergebracht", so die Kreisbäuerin über die Einrichtung unter Trägerschaft der Jugendfürsorge in Windischeschenbach. Heimleiterin Hannelore Haberzett informierte über die Aufgaben der Einrichtung und wofür die Spende Verwendung fände. Man betreue insgesamt 200 Kinder aus der Region - zu Hause, in einer Tagesstätte oder direkt im Heim. Manchmal sei es notwendig, die Kinder aus den Familien zu holen, erklärte Haberzett. Sie nannte als Beispiel fünf Geschwister im Alter von vier bis zwölf Jahren, die in verwahrlosten Verhältnissen gelebt hätten. Die Eltern seien überfordert gewesen, die Mutter sei schwer krebskrank. Eines der Kinder bekomme momentan eine Reit-Therapie. "Nicht, damit es reiten lernt", so Haberzett. Die Therapie helfe dem Mädchen emotional. Oder aber die Spenden würden für Abschluss-Schüler hergenommen, damit diese beim Abschlussball wie ihre Schulkameraden ein schönes Kleid, einen Anzug oder eine hübsche Frisur vorzeigen könnten. Denn: "Für solche Dinge gibt es keine öffentlichen Gelder." Irmgard Zintl freute sich, dass die Landfrauen zur Verbesserung der Lebenssituation der Heimkinder einen Beitrag leisten konnten. "Dafür haben wir auch fleißig viel Kaffee verkauft", sagte sie lachend.

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