25.09.2018 - 15:16 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Neuburg an der Donau das Ziel

Mitarbeiter und Freunde des Stiftlandmuseums Waldsassen unternehmen traditionell einmal jährlich eine Fahrt. Mit dabei auch die Gerwig-Kreis-Mitglieder. Erste Station: Die Ottheinrich-Stadt Neuburg an der Donau.

Das Erinnerungsfoto der Reisegruppe in der Hl.-Kreuz-Kirche in Bergen.
von Autor TMLProfil

Hier erhielten die Teilnehmer eine umfangreiche Führung durch das prächtige Renaissanceschloss. Dann folgten die Schlosskirche, die Hofkirche und schließlich die Provinzialbibliothek, deren Einrichtung aus dem ehemaligen Reichskloster Kaisheim stammt. Der große Aufstieg von Neuburg als Residenzstadt begann bekanntlich damit, dass nach dem Landshuter Erbfolgekrieg das Fürstentum Pfalz-Neuburg 1505 gegründet wurde und die bestehende Burg nun als neuer, herrschaftlicher Wohnsitz für die Wittelsbacher Prinzen Ottheinrich und Philipp dienen sollte. 1527 begann Ottheinrich mit dem Ausbau der spätmittelalterlichen Burganlage, die in der Folgezeit noch mehrfach vergrößert und erweitert wurde, insbesondere 1534 – 1538 mit dem viergeschossigen Nordflügel. Nach einem wechselvollen Schicksal konnte Ottheinrich erst 1552 nach Neuburg zurückkehren. Bereits 1542 hatte er sich dem lutherischen Bekenntnis zugewandt. Als er 1556 zum Kurfürsten von der Pfalz aufstieg, erhielt auch das Stiftland als Teil der „Oberen Pfalz“ die lutherische Kirchenordnung. Im Rückblick bildet daher Ottheinrich (1502 – 1559) bis heute eine faszinierende Figur der Geschichte, wobei der Kurfürst allein schon durch seine äußere, massive Erscheinung die Zeitgenossen beeindruckte. Heute ist Neuburg an der Donau eine aufstrebende Große Kreisstadt im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit rund 30.000 Einwohnern.

Auf der Heimfahrt am Nachmittag führte der Weg der Reisegruppe noch zu dem nahe gelegenen Ort Bergen, exakt zu einer kurzen Besichtigung der bedeutsamen Hl.-Kreuz-Kirche, deren barocker Bau ab 1755 von den Neuburger Jesuiten auf den Resten der romanischen Klosterkirche aufgeführt wurde. Die Führung übernahm hier Prälat Dr. Kaspar. Kunstgeschichtlich von erlesener Bedeutung sind dabei der mächtige Kampanile, die drei Absiden und die dreischiffige Krypta von 1095. So zeigten sich alle Teilnehmer einmal mehr beeindruckt von der hohen, mittelalterlichen Kunst und Kultur und empfanden die Fahrt als eine echte, kunsthistorische Bereicherung.

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