08.04.2021 - 14:13 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Im Rathaus Waldsassen: Warten auf den Mobilfunkförderbescheid

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Der Freistaat Bayern hat die Unterstützung beim Ausbau des Mobilfunknetzes erweitert. Dass die Zusage schon eingetroffen sein soll, sorgte bei den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung für Verwunderung.

Nachholbedarf bei der Mobilfunkversorgung gibt es vor allem in der Nähe der Grenze nach Tschechien, etwa bei Querenbach (Bild). Selbst im CZ-Mobilfunknetz ist dort Telefonie und Datenübertragung zum Teil nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Die Meldung über die finanzielle Hilfe beim Mobilfunknetz-Ausbau in Waldsassen aus dem Mobilfunkförderprogramm des bayerischen Wirtschaftsministeriums sorgte am Donnerstag zuerst für etwas Ratlosigkeit im Rathaus. "Ich war auch überrascht, als ich das gelesen haben", sagte Martin Rosner über den Beitrag bei Oberpfalz-Medien.

Der Geschäftsführende Beamte in der Stadtverwaltung versuchte am Donnerstag auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien, mehr Klarheit zu bekommen. Dazu hielt Rosner Rücksprache mit Markus Härtl, dem Verwaltungsleiter des Bauamts. "Der Förderbescheid ist noch gar nicht da", meldete Rosner am Vormittag zurück.

Womöglich seien die Bescheide zeitgleich mit der Pressemitteilung versandt worden, so die Vermutung. Auch gegen Mittag, bei einer weiteren Nachfrage von Oberpfalz-Medien, war der Bescheid noch nicht eingetroffen. "Wir harren der Dinge", erklärte Rosner.

"Es ging nicht um konkrete Standorte für Mobilfunkmasten."

Rathaus-Geschäftsführer Martin Rosner über den Förderantrag der Stadt Waldsassen

Nach den Worten von Rosner hatte die Stadt nach der Auflage des Förderprogramms einen entsprechenden Antrag gestellt. "Es ging dabei aber nicht um konkrete Standorte für Mobilfunkmasten", erklärt Rosner. Mit dem Programm gefördert werden Mobilfunkmasten sowie Fundamente und Leerrohre für den Ausbau mit dem aktuellsten G5-Standard. Damit ist eine schnellere Datenübertragung möglich.

Im Stadtgebiet selbst ist die Mobilfunkversorgung gewährleistet. Es wären lediglich noch einige "graue Flecken", wie Rosner sagt, im Gemeindegebiet zu bereinigen. Dazu gehören den Angaben zufolge etwa einzelne Bereiche des Ortsteils Kondrau. Unterversorgt sind aber vor allem Flächen in den Dörfern Hatzenreuth, Querenbach und Hundsbach.

Der Beitrag über die Förderung von Mobilfunkmasten

Waldsassen
Nachholbedarf bei der Mobilfunkversorgung gibt es vor allem in der Nähe der Grenze nach Tschechien, etwa bei Querenbach (Bild). Selbst im CZ-Mobilfunknetz ist dort Telefonie und Datenübertragung zum Teil nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.
Nachholbedarf bei der Mobilfunkversorgung gibt es vor allem in der Nähe der Grenze nach Tschechien, etwa bei Hatzenreuth (Bild).
Vor allem im Gemeindegebiet entlang der bayerisch-tschechischen Grenze will die Stadt Waldsassen die Mobilfunkversorgung optimieren. Der zusätzliche Mast kann mit Unterstützung des Freistaats errichtet werden.
Hintergrund:

An der Grenze ins CZ-Mobilfunknetz

  • Im Stadtgebiet Waldsassen ist die Mobilfunk-Versorgung in aller Regel kein Problem. Lücken in der flächendeckenden Versorgung gibt es aber im Gemeindegebiet entlang der bayerisch-tschechischen Grenze.
  • Wer etwa von Hundsbach Richtung Schloppach unterwegs ist, findet auf dem Mobiltelefon aktuell einen Hinweis auf die Einwahl in ein tschechisches Mobilfunknetz.
  • Auch im CZ-Mobilfunknetz funktionieren Telefonie und Datenübertragung in manchen östlichen Teilen des Gemeindegebiets nur unzureichend oder gar nicht.
  • Früher verursachte die Einwahl ins tschechische Netz zusätzliche Kosten. Inzwischen aber sind aber EU-weit diese sogenannten Roaming-Gebühren weggefallen.

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