17.01.2019 - 15:53 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Solidarität mit Kirchgängern

Das Tor vor der Einfahrt zu den Garagen ist defekt. Stadtpfarrer und Pfarrvikar lassen deshalb ihre Autos am Basilikaplatz in Waldsassen stehen. Das bleibt nicht lange ohne Folgen.

Verwarnungen fürs Falschparken erhalten haben auch schon Pfarrvikar Pater John und Stadtpfarrer Thomas Vogl (von rechts). Die Kontrollen seien nötig; aber nicht unbedingt an Sonntagen, sagt er.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

"Heute habe ich gezahlt, aus Solidarität mit den Kirchgängern", sagt Stadtpfarrer Thomas Vogl, der kürzlich fürs Falschparken verwarnt wurde. Im Zusammenhang mit dem reihenweisen Aufschreiben durch den kommunalen Verkehrsüberwacher vergangenes Wochenende erklärt der Seelsorger: "Der Bürgermeister hat recht, dass ich für einen freien Basilikaplatz bin." Dies gelte aus sicherheitstechnischen als auch ästhetischen Gründen für das Ensemble von Basilika, Kloster und Stadtverwaltung.

In der Vergangenheit seien Gewohnheiten entstanden im Zusammenhang mit der Rathaus-Baustelle und der Basilika-Innensanierung. Es sei daher richtig, dass die Stadt nun auch wieder durchgreift. Etwas befremdlich findet Pfarrer Vogl allerdings sei, dass der Parksheriff nun, wo sich die Lage allmählich normalisiere, mitunter "gezielt am Sonntagvormittag" unterwegs war. "Das hätte nicht sein müssen." Da wäre durchaus auch eine Ankündigung und Erinnerung an die alte Regelung sinnvoll und angebracht gewesen, dass sie nur die ausgewiesenen Parkplätze nutzen sollen - "als kleines Entgegenkommen für die Leute", so Vogl. "Ich verstehe die Leute, dass sie sauer sind", sagt der Stadtpfarrer über die Kirchgänger, die Verwarnungen kassiert haben.

Im vergangenen Jahr sei während Veranstaltungen gerade an Wochenenden überhaupt nicht kontrolliert worden, sagt Vogl. "Ich sehe ja frei Haus, was los war an den Sonntagen", sagt der Seelsorger, der direkt am Basilikaplatz überm Pfarrbüro wohnt. Es hätte vielleicht ein Akzent auch auf auswärtige Autofahrer gelegt werden sollen. Viele von ihnen wollten etwa im Sommer ihren Eisbecher am liebsten vom Auto aus holen und blieben dafür einfach am Straßenrand stehen.

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