03.03.2020 - 13:47 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Staus und gefährliche Situationen

Rund 90 Besucher folgten der Einladung des SPD-Ortsvereins Waldsassen zu einer Informationsveranstaltung zur geplanten Trasse für die Verlegung der Bundesstraße 299 im Abschnitt Waldsassen-Kondrau. Treffpunkt war der ehemalige Bahnhof.

Über die Planungen auf der früheren Bahntrasse informierte der SPD-Ortsverein. Treffpunkt war der ehemalige Bahnhof.
von Externer BeitragProfil

Zu Beginn der Tour unter dem Motto „Mit der Tasse auf die Trasse“, die mit einer gemeinsamen Kaffeerunde endete, ging Bürgermeisterkandidat Helmut Zeitler auf eine besondere Problematik ein. Bei der Umgehung in Mitterteich sei das kreuzungsfreie Abbiegen nach Tirschenreuth erst nach schweren Unfällen vom gleichen Straßenbauamt, das für die Waldsassener Planung zuständig ist, ermöglicht worden.

Danach erläuterte der ehemaliger Stadtrat und Tiefbaukalkulator Helmut Plommer anhand von Plänen die geplanten baulichen Auswirkungen. Die dort entstehende Linksabbiegerspur führe zu gefährlichen Situationen, etwa wenn Verkehrsteilnehmer von Mitterteich kommend nach Waldsassen abbiegen und Linksabbieger aus Waldsassen kommend Richtung Eger fahren. Noch dazu seien Staus vorprogrammiert, da die Linksabbiegespur auf der B 299 dort auf der Regionaltrasse im Vergleich zur Linksabbiegerspur in Kondrau relativ kurz sei. Auf der Regionaltrasse sei zudem eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h angedacht (im Kreuzungsbereich 70 km/h).

Nach dem Überqueren der jetzigen Bundesstraße 299 informierte Plommer kurz über die dort geplante Unterfahrung, die Kanalverlegung an dieser Stelle und den geplanten Kreisverkehr. Generell gäbe es im Hinblick auf die Kosten für die Kanalverlegung keine verbindlichen Zusagen. An der Liststraße erklärte Plommer, dass diese dort durch die Regionaltrasse abgeschnitten werde und lediglich eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer geplant sei.

Nivellierlatte 5,50 Meter hoch

Der Fachmann verwies auf die Richtung Innenstadt geplante 5,50 Meter hohe Schallschutzwand, gemessen ab Fahrbahnoberkante. Die Wirkung des Bauwerks veranschaulichte Plommer mit einer ausziehbaren Nivellierlatte.

In anderer Richtung ist laut Plommer den aktuellen Planungen zufolge kein Schallschutz vorgesehen. Dies liege dann allein in der Zuständigkeit der Stadt Waldsassen, wenn diese Grundstücke zur Verfügung hätte, auf denen Erdwälle angelegt werden können.

Gefahren durch den Teerteich

Auf dem Weg zum dritten Informationspunkt am Schotterparkplatz an der Ecke Schützenstraße/

Chodauer Straße/Münchenreuther Straße wies Plommer noch auf die Gefahren des vorhandenen Teerteiches hin. Dabei ging er auch auf Risiken wegen des vorgesehenen Microtunnelings und der Absenkung des Grundwasserspiegels ein.

Waldsassen

Plommer erklärte zur vorgesehenen Kanalführung, dass dort ein 10 Meter tiefer Absturzschacht vorgesehen sei, in dem die Abwässer zusammenlaufen und dann über einen etwa 180 Meter langen Kanal mit 1,60 Metern Durchmesser bis in die Egerer Straße geführt werden müssen.

Allgemein wies Plommer noch darauf hin, dass aufgrund des Baulärm- und Erschütterungsgutachtens weitere Maßnahmen erforderlich seien. Deshalb sei mit einer Kostenmehrung bei der Regionaltrasse von etwa 2 Millionen Euro zu rechnen. Helmut Zeitler lud abschließend zum Kaffee ein. Die Tassen dafür hatte dem Motto entsprechend der Großteil der Besucher mitgebracht.

Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung im Bereich Liststraße.
Die Teilnehmer am dritten Informationspunkt am Schotterparkplatz an der Ecke Schützenstraße/Chodauer Straße/Münchenreuther Straße.
Die Teilnehmer am dritten Informationspunkt am Schotterparkplatz an der Ecke Schützenstraße/Chodauer Straße/Münchenreuther Straße.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.