Großes Interesse fand jetzt die Eröffnung der Ausstellung mit dem Titel "Augenblicke" von Robert Christ im Kunsthaus Waldsassen. Dort zeigt der leidenschaftliche Fotograf 50 großformatige Bilder, nahezu alle in Schwarz-Weiß. Zu finden sind darunter auch preisgekrönte Fotos.
Unter den Gästen war auch Hans-Joachim Goller, ein Galerist und Kunstkenner aus Selb. In seiner Laudatio attestierte Goller dem Fotografen eine hohe Begabung an der Kamera, Christ beherrsche das Handwerk und die Technik. Christ sei ein aktiver Lichtbild-Künstler, der sich ständig weiterbilde und dem es gelinge, vielfältige Schattierungen zu dokumentieren. Christ verändere teils die Realität - etwa durch Komprimierung und Mehrfachbelichtung.
Goller war der Meinung, dass der Umgang mit schönen Dingen in der Glashütte Lamberts, wo Christ hauptberuflich arbeitet, dessen künstlerisches Wirken stark präge. Da verwundere es nicht, dass er sich zu einem sehr kreativen Menschen entwickelt habe. "Der Fotograf Robert Christ beherrscht nicht nur seine Kamera, er taucht förmlich hinein in seine Objekte", so Goller weiter. Er nehme sich der Motive an und präsentiere sie lebendig mit Leidenschaft und Liebe.
Robert Christ, mit Hans-Joachim Goller gut bekannt, freute sich sehr über die Laudatio. Bescheiden bemerkte Christ, dass Goller maßlos übertrieben habe bei der Beschreibung seiner Person und seines Wirkens. "Aber verzeihen Sie mir bitte, dass mir das gefallen hat", ergänzte Christ. Zur musikalischen Untermalung der Vernissage hatte Christ einen weiteren Künstlerfreund mitgebracht. Detlef Bertram aus Tschechien, der auch schon einmal im Kunsthaus ausgestellt hat, sorgte am Klavier für Unterhaltung.
"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte", zitierte Bürgermeister Bernd Sommer ein Sprichwort, das seiner Ansicht nach für diese Ausstellung sehr gut passe. Robert Christ zeige ganz neue Perspektiven. Er könne mit seinen Fotos Stimmungen meisterhaft einfangen. Robert Christ bedankte sich bei allen, die bei der Vorbereitung der Präsentation und der Vernissage mitgewirkt haben, einen Blumenstrauß gab es für seine Lebensgefährtin Annette Spreitzer.
Die Ausstellung dauert bis zum 21. November und kann jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ins Kunsthaus ist frei, zu beachten sind die aktuellen Corona-Regelungen.



















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