18.06.2021 - 14:37 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Mangelsdorferin Maria Nickl mit 94 Jahren verstorben

Trauer um Maria Nickl.
von Franz VölklProfil

Maria Nickl aus Mangelsdorf ist am Donnerstag, 10. Juni, im Seniorenheim Pleystein verstorben. Bei der Begräbnismesse am Mittwoch in der Pfarrkirche St. Sebastian in Waldthurn, die Pfarrer Norbert Götz zelebrierte, nannte der Geistliche ihre 94 Jahre einen gesegneten Lebensweg.

Der Geistliche berichtete, dass er Maria Nickl im Seniorenheim in Pleystein kennengelernt hatte, bei den Besuchen erzählte sie gerne von früher. Die im Alter von 94 Jahren Verstorbene wurde in Mangelsdorf als Maria Hermann geboren. Ihr Vater ist früh verunglückt, daher wurde sie vom Onkel adoptiert, der auf dem Hof gelebt hat. Mit der Arbeit auf dem Hof und im Wald ist sie aufgewachsen. Schon in jungen Jahren hat sie einiges mitmachen müssen, etwa nach dem Krieg ein bewaffneter Überfall auf dem Hof, von dem sie immer wieder erzählt hat.

Im November 1949 hat sie auf dem Fahrenberg Josef Nickl aus Rehberg geheiratet, zwei Buben haben sie das Leben geschenkt. Ihr Mann ist in die Arbeit gegangen, sie hat die Landwirtschaft geführt. In der schlechten Zeit nach dem Krieg ist sie in die Schwarzbeeren oder Schwammerl gegangen um Geld zu verdienen. Am Hof in Mangelsdorf hat die fleißige Frau nach und nach Geräte angeschafft. Ihr Mann Josef verstarb 1983.

Selbstverständlich war für die Verstorbene, dass sie Sonntag für Sonntag mit dem Auto nach Waldthurn zur Messe gefahren ist. Auch zu Seniorenrunden und Ausflugsfahrten der Pfarrei sei sie gerne gekommen. Vor über vier Jahren hat sie einen Schlaganfall erlitten, sie kam zur Kurzzeitpflege nach Waidhaus und anschließend ins Seniorenheim nach Pleystein. Dort hat sie sich bald heimisch gefüllt, denn dort traf sie eine alte Bekannte aus Oberbernrieth. Diese hatte sie früher schon gerne am Sonntagnachmittag aufgesucht. Nickl war immer froh, einen Blick zur alten Heimat ihrem Fahrenberg zu haben. Das Gebiet um den Fahrenberg war ihre Heimat, der Glaube an Jesus Christus war ihre geistliche Heimat.

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