20.05.2021 - 14:31 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Aktion „Geldumschlag“: Gemeinsam gegen Telefontrickbetrüger

Rate mal, wer hier spricht? Bei dieser Frage sollten Senioren aufhorchen, denn es könnte sich um einen Betrüger handeln. Die Oberpfälzer Polizei möchte mit der Aktion „Geldumschlag für Senioren“ vor allem ältere Mitbürger schützen.

Die Polizei legt den "Geldumschlag für Senioren" in den Banken der Region aus
von Wiebke Elges Kontakt Profil

Mit der Aktion "Geldumschlag für Senioren" hat die Polizei vor, in den nächsten Wochen gezielt bei Senioren um mehr Aufmerksamkeit zum Schutz vor Trickbetrügern zu werben. Wie es am Mittwoch in einer Pressemitteilung hieß sollen die Geldumschläge, Senioren vor hohen finanziellen Schäden durch Trickbetrüger bewahren.

Wenn ältere Menschen viel Bargeld abheben, sollen die Scheine automatisch in dem bedruckten Umschlag übergeben werden. Auf diesem Geldumschlag befinden sich konkrete Fragen, um potenzielle Opfer vor Betrügern zu warnen. Auch stehen auf dem Umschlag sämtliche Betrugsvarianten wie Enkeltrick, Gewinnversprechen, Schockanrufe oder falsche Polizeibeamten.

Viele Banken wie Volks- und Raiffeisenbanken, Sparkassen oder die Sparda-Bank Ostbayern wollen sich an der Aktion beteiligen. Die Bankangestellten werden laut Polizei bei Verdacht zwar auch immer aktiv. Allerdings gelingt es Betrügern immer wieder, ihre Opfer so zu manipulieren, sodass auch Bankmitarbeiter keinen Verdacht schöpfen können.

Die Polizei verteilt die Geldumschläge an alle teilnehmenden Banken. Bei hohen Bargeldsummen legen die Bankangestellten das Geld in den Umschlag und kleben diesen zu. Zusätzlich sollen sie auf die Fragen auf dem Umschlag aufmerksam machen. Um Angehörige für das Thema zu sensibilisieren, erhalten auch jüngere Kunden den Geldumschlag bei hohen Bargeldsummen. Dadurch möchte die Polizei potenzielle Opfer vor Betrügern schützen.

Auch in der Oberpfalz fallen Senioren den Betrügern immer wieder zum Opfer, so die Polizei.

Laut Pressemitteilung läuft der Betrug dabei oft ähnlich ab: Die Trickbetrüger täuschen vor Neffe, Nichte, Tochter oder Sohn zu sein. Durch das Verwandtschaftsverhältnis setzen die Täter die Senioren telefonisch unter Druck. Häufig nutzen die Betrüger aktuelle Ereignisse oder einen Notfall als Druckmittel.

Durch die verschiedenen Vorwände heben die Betroffenen oft viel Bargeld ab und übergeben es einer fremden Person. Die Gefahr: Die Bargeldsummen können so hoch ausfallen, dass es für die Opfer existenzbedrohend sein kann, so die Polizei.

Beispielfall eines Trickbetrugs

Amberg
Hintergrund:

Die Oberpfälzer Polizei gibt folgende Tipps:

  • Gesundes Misstrauen
  • Die Polizei ruft niemals unter der Nummer 110 an
  • Wenn der Anrufer Druck macht, am besten auflegen
  • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld
  • Misstrauen, wenn Verwandte sofortige finanzielle Hilfe fordern
  • Niemals Geld oder Schmuck an Unbekannte übergeben
  • Ein Anruf ist verdächtig? Im Zweifel die Polizei unter 110 anrufen

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