Führungswechsel beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Weiden mit Außenstelle in Tirschenreuth: Seit 1. März ist der Vohenstrauße Joachim Gesierich der neue Chef. Hermann Prölß, der die Behörde seit Oktober 2018 geleitet hat, wurde am Freitag in der Max-Reger-Halle in den Ruhestand verabschiedet. Das Weidener Streichquartett begleitete den Festakt musikalisch.
Gesierich, der 1967 in Vohenstrauß geboren wurde, war kein Unbekannter für seine rund 45 Mitarbeiter. Bereits ab 2013 war er fünf Jahre lang als Vertreter des Amtsleiters in Weiden. Im Juni 2018 ging er als Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung nach Amberg. Sein Vorgänger Prölß ist ihm bestens bekannt: Prölß war während des Referendariats Gieserichs Ausbilder und Mentor. "Mit meiner neuen Anstellung schließt sich hier für mich der Kreis", sagt Gieserich.
Lob für Mitarbeiter
Während seiner Amtszeit hat Prölß vor allem 2019 den Studiengang Geoinformatik und Landmanagement an der OTH Amberg-Weiden unterstützt. Er sprach einen großen Dank an seine ehemaligen Kollegen aus. Auch der Präsident des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, Daniel Kleffel, betonte in seiner Rede den besonderen Einsatz der Mitarbeiter in Weiden und der Außenstelle Tirschenreuth.
Seine Kollegen sahen Prölß nicht nur als Chef. Er sei für sie auch ein Mentor und Freund gewesen, der immer ein offenes Ohr hatte. "Für ihn zählten vor allem die Menschen und ihre Bedürfnisse", beschrieb ihn Personalratsvorsitzende Katrin Riedel. Sie überreichte Prölß eine Namenstasse, die in den Büros so üblich seien. In Weiden und Tirschenreuth bleibe diese ebenso erhalten: "Damit du hoffentlich mal auf einen Kaffee vorbeikommst." Auch Gesierich bekam zwei solcher Tassen. Eine zur Benutzung in Weiden und eine in der Außenstelle Tirschenreuth.
Mehr Zeit für Haus, Garten, Reisen
Reinhold Wildenauer, dritter Weidener Bürgermeister, dankte Prölß ebenso: "Sie haben jetzt genug Zeit, um Zeitung zu lesen und sich auf ein zweites Frühstück vorzubereiten." Die Zeit im Ruhestand will Prölß für Nachholarbeiten in Haus und Garten sowie für Reisen zum Beispiel nach Südtirol und Kroatien nutzen, verrät er gegenüber Oberpfalz-Medien. Er genieße vor allem, dass er keinen Zeitdruck mehr habe.
Wildenauer hofft auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Gesierich. Dies beruht auf Gegenseitigkeit. Vor allem in den kommenden Wochen will er in den Kontakt mit den Kommunen treten. Das Wichtigste sei jedoch, zunächst zusammen mit seinen Mitarbeitern eine neue Routine zu finden, da es zusätzlich noch weitere Veränderungen gibt. Dazu zählen eine neue Stellvertretung sowie Außendienstler, die in den Innendienst wechseln. Die Arbeit seines Vorgängers weiterzuführen, sowohl fachlich als auch menschlich, sei ihm wichtig. "Meine Tür steht immer offen", wandte er sich an seine neuen Kollegen.
Aufgaben des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung
- Erstellung digitaler Karten
- Vermessung von Grundstücken
- Hilfe bei Erstellung von Bebauungsplänen
- Beratung bei Breitband- und Glasfaserausbau






















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