Weiden in der Oberpfalz
29.10.2018 - 11:44 Uhr

Arbeit für den Frieden

Prominente sammeln für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Für die Kriegsgräberfürsorge sammelten Prominente aus Bundeswehr und Politik. Bild: Kunz
Für die Kriegsgräberfürsorge sammelten Prominente aus Bundeswehr und Politik.

Unter dem Motto Dienst am Menschen, Dienst am Frieden, gemeinsam in Ost und West, startete der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Samstagvormittag mit einer Prominentensammlung in der Innenstadt seine diesjährige Sammelaktion. An der Spitze standen für die Stadt Weiden Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und für den Bundeswehrstandort Weiden Oberstleutnant Christian Kiesel. Sie nahmen ebenso die Büchse in die Hand wie Landtagsabgeordnete Annette Karl.

Organisiert hatte die Aktion Stabsfeldwebel Michael Koller. Der Volksbund ist ein gemeinnütziger Verein mit humanitärem Auftrag. Sein Leitspruch: Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden. Er erfasst, erhält und pflegt die Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft im Ausland. Aber auch bei der Erhaltung der Kriegsgräber in Deutschland engagiert er sich und arbeitet im Auftrag der Bundesregierung.

Seine wichtigsten Rechtsgrundlagen sind die Genfer Konvention sowie zwischenstaatliche Kriegsgräberabkommen und Vereinbarungen. Der Volksbund pflegt zwei Millionen Kriegsgräber auf über 800 Friedhöfen. Deutsche Kriegsgräber gibt es in mehr als 100 Ländern. Seit dem politischen Umbruch ist der Volksbund auch im ehemaligen Ostblock tätig. Die Kriegstoten aus verstreuten Grabanlagen werden auf großen zentralen Friedhöfen bestattet.

Die Organisation hilft den Angehörigen bei der Suche nach den Gräbern und bei der Klärung der Kriegsschicksale. Und sie bietet interessante Reisen in über 20 Länder an. Seit 1953 führt der Volksbund jährlich 3000 junge Menschen an den Kriegsgräbern zusammen. Sie helfen in internationalen Workcamps in Deutschland und im Ausland bei der Pflege der Gräber.

Gleichzeitig unterstützt er die Friedenserziehung in den Schulen und unterhält fünf Jugendbegegnungsstätten in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien und an der deutsch-polnischen Grenze auf Usedom. Finanziert wird die Arbeit zum allergrößten Teil aus freiwilligen Mitgliedsbeiträgen und Spenden der Bürger.

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