Das Firmensterben ist aktuell so hoch wie seit fast 20 Jahren nicht mehr in Deutschland. Auch vor Ort stehen immer mehr Betriebe vor dem Aus. Eine der größten Firmenpleiten beschäftigte die nördliche Oberpfalz bereits vor knapp zwei Jahren: die Insolvenz der Ziegler-Group. Oberpfalz-Medien begleitete die Geschehnisse fortlaufend. Unter anderem mit einem Dossier vom "Aufstieg und Fall Ziegler" ein Jahr nach dem Absturz. Die Beiträge in diesem Dossier von Redakteur Wolfgang Würth würdigte der Gravenbrucher Kreis nun mit dem zweiten Preis.
Der Gravenbrucher Kreis ist ein Zusammenschluss von Vertretern führender Restrukturierungs- und Insolvenzkanzleien Deutschlands. Laut eigenen Angaben begleiten und leiten die Mitglieder komplexe Unternehmensrestrukturierungen sowie nationale und grenzüberschreitende Konzerninsolvenzen. Alle zwei Jahre vergibt die Organisation, die aktuell 32 Mitglieder zählt, den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preis in zwei Kategorien. Der Wissenschafts- sowie Journalismuspreis wurde heuer in einer feierlichen Zeremonie in Berlin verliehen. Mit dabei: Wolfgang Würth von Oberpfalz-Medien.
Im Hotel Zoo am Ku'damm bringt es Stefan Denkhaus, Sprecher des Gravenbrucher Kreis, auf den Punkt: "Guter Journalismus macht Zusammenhänge für die Öffentlichkeit verständlich, ordnet ein und schafft so Vertrauen und Transparenz. Diese besonderen Leistungen würdigen wir mit unserem Preis", sagt Stefan Denkhaus.
Mehr als 25 journalistische Einreichungen hat die Jury bewertet. Der zweite, mit 3000 Euro dotierte Preis ging an Wolfgang Würth für sein Dossier "Ziegler – Aufstieg und Fall". Denkhaus erklärte dazu im Allgemeinen: "Mit dem Journalismuspreis zeichnen wir Medienschaffende aus, die die komplexen Prozesse von Insolvenz und Restrukturierung vermitteln." Im Besonderen hieß es, die Veröffentlichung bei Oberpfalz-Medien stelle eine enorme Rechercheleistung und tiefe Kenntnis der Unternehmensgruppe Ziegler unter Beweis. "Insbesondere für ein Lokalmedium ist diese umfangreiche Aufbereitung außergewöhnlich. Der Leserschaft bietet sie einen erstklassigen Erkenntnisgewinn über ein für die Region relevantes Thema." Gewürdigt hat dies auch Klaus-Peter Siegloch, ehemaliger "heute"- sowie "heute journal"-Moderator und ehemaliger stellvertretender Chefredakteur des ZDF.
Der erste Preis in der Kategorie Journalismus ging an drei Journalisten des Handelsblatt für deren Artikel "Wie Uwe Reppegather 1,6 Milliarden Euro Forderungen erledigte". Die TV-Produktion von Arte mit dem Titel "Wenn die Pleitewelle rollt" erhielt den dritten Preis. Berücksichtigt wurden Arbeiten, die zwischen dem 1. Juni 2024 und dem 31. Mai 2026 erschienen sind.





















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