November 2024: Kölner Recherchepreis für Multimedia-Serie "Die Kupfers"
Das Podcast-Team Sebastian Böhm und Christian Gold von Oberpfalz-Medien ist beim renommierten Kölner Recherchepreis 2024 ausgezeichnet worden. Ihr Multimedia-Projekt „Die Kupfers“ erhielt den mit 5000 Euro dotierten 2. Preis. Es überzeugte die Jury durch umfangreiche Recherchen und eine herausragende multimediale Aufbereitung. Die Preisverleihung fand am im Neven DuMont Haus in Köln statt.
In einer Artikel-Serie und sechs begleitenden Podcast-Folgen zeichnen Böhm und Gold die Geschichte der jüdischen Glasfabrikanten-Familie Kupfer nach. Die Familie wurde während der NS-Zeit verfolgt, und ihr Schicksal steht exemplarisch für das Unrecht dieser Zeit. Anlass der Recherchen war die Verlegung der ersten Stolpersteine in Weiden im Jahr 2022. Die Jury lobte die Arbeit, die ein „medialer Stolperstein gegen das Vergessen“ sei. Weiter hieß es: „Mit ihren ausgreifenden Recherchen und einer beeindruckenden medialen Aufbereitung haben Sebastian Böhm und Christian Gold die Spuren der Familie Kupfer sichtbar und hörbar gemacht.“
Oktober 2024: 2. Platz beim Eberhard-Woll-Preis des Regensburger Presseclubs für Multimedia-Serie "Die Kupfers"
Im Gedenken an seinen Gründer Eberhard Woll zeichnet der Regensburger Presseclub im Zweijahres-Rhythmus herausragende journalistische Leistungen in Ostbayern aus. 2024 wurde der mit 1.500 Euro dotierte Preis zum elften Mal verliehen. Den ersten Platz gewann der Text „Wir haben uns gefühlt wie Sklaven“ von Alexander Augustin und Daniela Albrecht aus der Lokalredaktion Viechtach der Mediengruppe Bayern.
Der multimedialen Serie „Die Kupfers“, die bei Oberpfalz-Medien als Podcast-Reihe, Online-Serie und als Wochenend-Magazin in der Zeitung erschienen ist, sprach die Jury den 2. Platz zu. Sebastian Böhm und Christian Gold arbeiteten damit ausführlich die Geschichte auf, die sich hinter den ersten Stolpersteinen Weidens verbirgt.
September 2024: Madsack-Award für Multimedia-Serie "Die Kupfers" von Christian Gold und Sebastian Böhm
Die Jury der Madsack-Stiftung zeichnete im Jahr 2024 die sorgsame und detaillierte Spurensuche aus, auf die Christian Gold und Sebastian Böhm für Oberpfalz-Medien zu den ersten Stolpersteinen in Weiden gegangen sind – und diese "herausragend aufbereitet haben", wie es in einer Mitteilung der Stiftung heißt. Mediengestalter Christian Gold arbeitet seit nun fast 20 Jahren bei Oberpfalz-Medien. Sebastian Böhm (33) ist seit 2021 Redakteur und als Reporter im Einsatz.
Im sechsteiligen Podcast "Die Kupfers – als die Nazis die jüdischen Glasmacher auslöschen wollten", aber auch in der Zeitung und im Onetz, erzählten sie die Geschichte, die sich hinter den ersten Stolpersteinen Weidens verbirgt. Bemerkenswert sei neben der fünfmonatigen Recherchearbeit auch die gelungene crossmediale Aufbereitung der bewegenden Geschichte, die in der gedruckten Zeitung wie in einer Podcast-Serie, diversen Online-Artikeln und einem abgeschlossenen Magazin ungewöhnlich viele Gruppen von Rezipienten zugleich erreicht habe, heißt es in der Begründung der Jury. "Diese Arbeit verbindet das Beste, was Lokaljournalismus leisten kann: gründliche und einfühlsame Recherche sowie die Präsentation der Ergebnisse in bemerkenswerter Qualität. Hier können viele, auch weit größere Redaktionen von der Oberpfalz lernen", erklärte Hendrik Brandt, Chefredakteur in der Madsack-Mediengruppe und Geschäftsführer der Madsack-Stiftung, in seiner Laudatio.
Juli 2024: Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis für "Wie ist es ...?"-Podcast von Sebastian Böhm
Qualitativ hochwertiger Journalismus, der auf Fakten basiert und Antworten auf relevante Fragen liefert, ist für die Gesellschaft wichtiger denn je. Der renommierte Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis würdigt seit 20 Jahren journalistische Beiträge, die sich in diesem Sinne speziell mit Themen im Gesundheitswesen befassen. Dazu gehörte im Jahr 2023 auch die Podcast-Reihe „Wie ist es ...?“ von Oberpfalz-Medien. Redakteur Sebastian Böhm interviewt darin unterschiedlichste Menschen und lässt sie vor dem Mikrofon ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen.
Vergeben wird der Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis zur Förderung des journalistischen Nachwuchses von der AOK Bayern in Zusammenarbeit mit der Deutschen Journalistenschule München e.V. (DJS) und den Nachwuchsjournalisten in Bayern e.V. (NJB). Die Auszeichnung, die alle zwei Jahre ausgelobt und in verschiedenen Kategorien vergeben wird, ist mit insgesamt 30.500 Euro dotiert. Der Jury gehören neben Vertretern der Initiatoren auch langjährige bayerische Gesundheitspolitiker und Journalisten aus allen Mediensparten an. Es wurden etwa 200 Beiträge eingereicht, wobei viele renommierte Medien auf Bundes- und Landesebene vertreten waren.
September 2023: Nominierung zum Bayerischen Printpreis für Projekt #oberpfalzwirmüssenreden
Neue Ansätze bei der Publikation von Zeitungsinhalten und bei der Vermarktung von Medien: Dafür werden Medienschaffende alle zwei Jahre mit dem Bayerischen Printpreis ausgezeichnet. Im Jahr 2023 war das Format #oberpfalzwirmüssenreden nominiert: Ein Projekt von Oberpfalz-Medien, das sich gegen sexuelle Belästigung in sozialen Netzwerken richtet.
Die Jury hielt #oberpfalzwirmüssenreden von Eva-Maria Hinterberger, Magdalena Raß und Isabell-Katrin Diehl für ein inspirierendes, abteilungsübergreifendes Projekt, das sich engagiert mit unangebrachten, obszönen oder ungewollten Nachrichten sowie Bildern in den sozialen Medien auseinandersetzt. Die drei Frauen gäben den Betroffenen so eine Stimme und lenkten Aufmerksamkeit auf dieses Thema, das oft zu wenig Beachtung fände.
Januar 2023: "Inklusionspreis für konstruktiven Journalismus" der Stiftung Lebenshilfe Landkreis Tirschenreuth für Redakteurin Lucia Brunner
In Erbendorf oder Mitterteich schnell mal in ein Geschäft am Marktplatz oder über die Ampel - kein Problem, oder? Doch, für Menschen mit Sehbehinderung sogar ein Großes. Wie schwer für sie einfachste Dinge des Alltags sein können, erfuhr eine breite Leserschaft Anfang 2020 in der Zeitung "Der neue Tag" und im Onetz. Geschrieben hat den Artikel Redakteurin Lucia Brunner, nachdem sie an mehreren Tagen mit den betroffenen Senioren auf Tour gewesen war. Auch andere Menschen und ihre Schicksale hat sie seither in die öffentliche Wahrnehmung gebracht. Im Januar 2023 stand Lucia Brunner als Preisträgerin selbst im Mittelpunkt.
Die Stiftung Lebenshilfe Landkreis Tirschenreuth verlieh der 30-jährigen Redakteurin von Oberpfalz-Medien den mit 500 Euro dotierten "Inklusionspreis für konstruktiven Journalismus". Dabei handelt es sich um ein Novum, wie Lebenshilfe-Vorsitzender Landrat Roland Grillmeier beim Festakt im Historischen Rathaus in Mitterteich herausstellte. Inklusionspreise vergibt die Stiftung seit 2013 an Gruppen, Organisationen, Einzelpersonen und Gemeinden, nun wurde zum ersten Mal journalistisches Wirken gewürdigt.
Warum die Wahl auf Lucia Brunner fiel, erklärte Friedrich Wölfl, Sprecher der neunköpfigen Jury, in seiner Laudatio. Mit ihren Beiträgen habe sie das Thema Inklusion nicht nur in die Öffentlichkeit gebracht, sondern auch in konstruktiver Weise aufgegriffen. Dabei bleibe es nicht allein bei der Beschreibung von Problemen, sondern es rücke auch die Suche nach Lösungen in den Blick. "Im Idealfall kann konstruktiver Journalismus Verbesserungsvorschläge und Tipps in die Öffentlichkeit bringen - in der Hoffnung, in Gesellschaft und Politik Beachtung zu finden", meinte Wölfl.
Mai 2022: Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis für Projekt #oberpfalzwirmüssenreden
Die AOK Bayern verleiht den „Dr. Georg Schreiber-Medienpreis“ in dem Bestreben, herausragende journalistische Arbeiten auszuzeichnen, die auf vorbildliche Weise dazu beitragen, sowohl die Berichterstattung im Bereich Gesundheit und Soziales zu optimieren, als auch die Rezipienten zu animieren, sich mit sozialen und gesundheitspolitischen Themen auseinanderzusetzen. Ausgezeichnet werden junge Autoren bzw. Teams, die gesundheits- und sozialpolitische Themen einfühlsam aufarbeiten, kritisch hinterfragen, eingehend analysieren und dem Laien allgemein verständlich vermitteln. Professionell in Sprache, Stil und Form und in steter Wahrung der journalistischen Sorgfaltspflicht müssen sie komplexe Zusammenhänge anschaulich darstellen und transparent machen.
In der Kategorie "Online" haben diesen Preis für das Jahr 2021 Eva-Maria Hinterberger, Magdalena Raß und Isabell-Katrin Diehl für die Aktion #oberpfalzwirmüssenreden gewonnen. Das Projekt richtet sich gegen sexuelle Belästigung in sozialen Netzwerken. Für den Hashtag entschieden sich die drei auch deshalb, weil es um das Medium Internet als Raum geht, in dem diese Nachrichten verschickt werden. Gut fünf Monate lang arbeiteten sie zu dritt an dem Projekt. Erschienen sind die prämierten Beiträge schließlich im Mai 2021 im Onetz und in einem Wochenend-Magazin der Tageszeitung über sieben Seiten. Zum Thema gemacht haben die drei Frauen nicht nur, wie die Nachrichten aussehen, die Frauen im Internet zugeschickt werden, sondern auch, wie die Betroffenen mit solcher Post – seien es nun "Dickpics" oder anzügliche Textnachrichten – umgehen.
Juni 2019: Nominierung zum Deutschen Lokaljournalistenpreis für die Serie "Tote am Eisernen Vorhang"
Die Konrad-Adenauer-Stiftung zeichnet Journalistinnen, Journalisten und Redaktionen aus, die Vorbildliches für den deutschen Lokaljournalismus geleistet haben. In die Auswahl kommen nur Zeitungen, die bürgernahe Konzepte umsetzen, schwierige Themen aufgreifen, sich zum Anwalt der Leser machen oder engagierten Service bieten. Die Auszeichnung, die seit 1980 vergeben wird, hat sich als einer der wichtigsten Medienpreise Deutschlands etabliert. Für den Lokaljournalistenpreis 2018 war die Serie "Tote am Eisernen Vorhang" von Oberpfalz-Medien-Redakteurin Christine Ascherl unter den Nominierten. Sie schaffte es damit in die Endrunde der acht besten Beiträge unter 341 Einsendungen.
Die Serie über die "Toten am Eisernen Vorhang" hat ihren Ursprung in Ermittlungen der Weidener Staatsanwaltschaft. Diese rollt die Tötung von vier Deutschen neu auf. Die DDR-Bürger waren zwischen 1967 bis 1986 beim Fluchtversuch über die tschechoslowakische Grenze nach Bayern und Österreich zu Tode gekommen. Herausgekommen sind fünf Geschichten: Über Ingenieur Gerhard Schmidt (38) aus Staßfurt, erschossen vor den Augen seiner Kinder; Hartmut Tautz (18), Klarinettist aus Magdeburg, von Hunden tot gebissen; Kurt Hoffmeister (22) aus Eisenhüttenstadt, der kurz vor Stadlern verblutete und schließlich vier Freunde aus Leipzig, darunter Richard Schlenz (28), die den abenteuerlichen Versuch wagten, den Grenzfluss March zu durchschwimmen. Noch einer ist nicht vergessen: Wanderer Hans Dick aus Amberg, der bei Bärnau mit einem Flüchtigen verwechselt wurde. Grenzwachen erschossen ihn auf deutschem Boden - aus "Versehen".































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