12.10.2021 - 16:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Auch beim Flächenverbrauch sind Kompromisse gefragt

Der Mittelweg und Kompromisse bringen die Gesellschaft weiter. In Sachen Flächennutzung ist es zuletzt aber häufiger die Seite der Umweltschützer, die nicht auf Kompromiss setzt, sondern ihre Macht demonstriert, kommentiert Wolfgang Würth.

Was einmal verbaut ist, ist erst einmal weg.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

"Wer zahlt, schafft an!" Auch wenn es für manchen Unternehmer schwer zu akzeptieren sein mag – die Lebensweisheit der 1980er Jahren hat im 21. Jahrhundert stark an Gewichtverloren. Zum Glück. Wer sich einmal mit den giftstrotzenden Ruinen der Glasindustrie rund um Neustadt/WN befasst hat, der weiß, dass nicht jede Unternehmerentscheidung automatisch gut für die Menschen in der Region ist.

Andererseits hilft der zuletzt um sich greifende grüne Populismus ebenso wenig. Eine Bewegung, der es gefällt der Wirtschaft Knüppel zwischen die Beine zu werfen, für die die jeder gefällte Baum eine Katastrophe und sichere Arbeitsplätze mit guter Entlohnung einfach selbstverständlich sind. Ein Abwägen, welche Eingriffe in die Natur vertretbar sind, findet dort nicht mehr statt. Es geht nicht mehr um Kompromisse, sondern um Machtdemonstrationen.

Der Wirtschaft wird hier der eigene Erfolg zum Problem. Neue Arbeitsplätze sind kein Argument mehr, wenn der Fachkräftemangel die Arbeitslosigkeit als Hauptproblem abgelöst hat. Unternehmer wie Anton Forster haben aber Recht, wenn sie darauf hinweisen, dass Wohlstand erarbeitet werden muss. Dafür brauchen Betriebe gut erschlossene Flächen. Es schadet also nicht, sich vor dem nächsten Bürgerentscheid genauer zu informieren: Rettet man hier einen Wald, oder sägt man am Ast, auf dem man sitzt?

Der Wirtschaft gehen die Flächen aus

Oberpfalz
Forster Stahl- und Anlagenbau

 

 

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