07.11.2019 - 18:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Betonklötze auf Parkflächen: Darum stehen sie hier

Bauklötze staunen die Bürger mit Blick in die Leimbergerstraße. Im Wortsinn! Denn genau diese Klötze aus Beton blockieren gegenüber des Lidl-Marktes ausgewiesene Parkplätze. Aber warum?

Die Leimbergerstraße wirkt weitläufig und gut überschaubar. Dennoch stehen auf den Parkflächen kurz vor der Esperantostraße (rechts) Betonklötze statt Autos auf den Stellplätzen. Das wirft bei Bürgern Fragen auf.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Bürger haken bei der CSU-Zuhörtour nach, warum sich statt Autos Steinblöcke auf insgesamt vier Parkplätzen an der Leimbergerstraße gegenüber des Lidl-Marktes breit machen. Eine Antwort bekamen sie nicht. Die Stadt Weiden klärt auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien auf.

Die Steinpoller, auch "Schnellbausteine" oder "Beton-Legosteine" genannt, wurden Anfang Juli 2019 eingerichtet, heißt es seitens der Stadt: "Die Maßnahme ist ein Test, um die Sichtverhältnisse für den fließenden Verkehr zu verbessern, insbesondere an der Einmündung der Esperanto- in die Leimbergerstraße." Sprich: Parkende Fahrzeuge hätten die Sicht der Verkehrsteilnehmer versperrt, die aus der Esperantostraße kommend die Leimbergerstraße queren oder in sie einbiegen wollen. Deshalb sei das Parken dort nicht mehr erlaubt. "Zunächst", heißt es.

Als Unfallschwerpunkt aber ist die Kreuzung Leimberger-/Esperantostraße bei der Polizei nicht bekannt. Per Definition müssten an einem solchen mindestens vier gleichartige Unfälle innerhalb eines Jahres passieren, weiß Hans Wurm, Verkehrssachbearbeiter der Polizei, und sagt: "Diese Stelle aber ist bislang unauffällig." Im Gegensatz zur Kreuzung Berliner-/Nikolaus-Otto-Straße ein paar Meter weiter. Hier führten laut Wurm Vorfahrtsverletzungen häufiger zu Unfällen.

Bleibt die Frage, inwiefern dann auf Höhe Esperantostraße Bedarf besteht, die Verkehrssicherheit zu erhöhen? Zumal im weiteren Verlauf der Leimbergerstraße eine Vielzahl von Parkstreifen nahe kreuzender Straßen zu finden sind. Diese Parkbuchten aber können als solche genutzt werden. Müssen also die Beton-Legosteine an dieser einen Stelle platziert bleiben? "Wir optimieren durchaus und kontinuierlich unsere Planungen", sagt Baudezernent Oliver Seidel. "Und diese hier werden wir prüfen, weil die Stadtverwaltung hier durchaus Handlungsbedarf sieht."

Diese Prüfung erfolge in allen Bereichen. Neben dem Baudezernat sind in die Schnellbaustein-Frage auch das Rechtsdezernat und dessen Verkehrsbehörde involviert. Die Prüfung geschehe ergebnisoffen, betont Seidel. Man könne also durchaus zu dem Schluss kommen, dass die Klötze vorsorglich aus Sicherheitsgründen an Ort und Stelle bleiben müssen.

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