30.07.2020 - 17:56 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

BHS Tabletop AG plant Stellenabbau

Restruktierungsmaßnahmen beim Porzellanhersteller BHS Tabletop: Das Unternehmen will sich für die Zukunft finanziell besser aufstellen. Das bedeutet auch, dass Stellen abgebaut werden. Der "Unternehmensumbau" soll noch dieses Jahr beginnen.

Die BHS tabletop AG ist Hersteller von Porzellan für die Außerhaus-Verpflegung. Zu den Kunden des Unternehmens gehören Hotels, Restaurants, Kantinen, Krankenhäuser sowie Flug- und Schifffahrtslinien auf der ganzen Welt.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Der Porzellanhersteller BHS Tabletop AG wird sich neu strukturieren. Davon betroffen sind auch die Standorte Weiden und Selb. Den dafür vorgesehenen Maßnahmen habe der Aufsichtsrat am Donnerstag zugestimmt, lautet eine Pressemitteilung von BHS.

"Ziel dieses Restrukturierungs- und Zukunftskonzeptes ist es, insbesondere der niedrigen Ertragskraft der zurückliegenden Geschäftsjahre (EBIT-Marge von 2,1-2,4% in 2018/2019) entgegenzuwirken. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen durch die Coronapandemie und die hierdurch zusätzlich erwarteten signifikanten Umsatzrückgänge und stark negativen Effekte auf das Geschäftsergebnis hat sich ein Beschleunigungseffekt für die Erforderlichkeit und die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen ergeben", heißt es weiter.

Im März gab es steigende Umsatzzahlen bei BHS Tabletop

Weiden in der Oberpfalz

Der geplante Unternehmensumbau wird bis Ende 2021 alle Standorte in Nordbayern sowie alle Unternehmensbereiche umfassen: von der Produktion über die Logistik bis hin zu Vertrieb, Marketing und Verwaltung.

Der dafür notwendigen Zusatzfinanzierung haben die Gremien der Hausbanken Landesbank Baden-Württemberg und Raiffeisenlandesbank Oberösterreich sowie die der LfA Förderbank Bayern zugestimmt. Auch der Hauptgesellschafter Serafin hat seinen Beitrag zur Finanzierung bereits zugesagt.

Im Blickpunkt:

Im Rahmen des Restrukturierungs- und Zukunftskonzeptes sind seitens der BHS tabletop AG insbesondere folgende Maßnahmen geplant:

  • Im Zuge der Restrukturierung und strukturellen Veränderung ist der Abbau von rund 250 Stellen an den inländischen Standorten Schönwald, Selb und Weiden geplant. Dies soll zu einer deutlichen Reduzierung der Personalkosten in allen Unternehmensbereichen führen. Mit der Umsetzung soll noch dieses Jahr begonnen werden.
  • Weitere Investitionen in Digitalisierung und Endkundennähe, eine Optimierung der Marken, weitere Automatisierungen sowie eine bereichsübergreifende Prozessverschlankung und -optimierung sind im Rahmen des neuen Konzepts geplant.
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