07.08.2020 - 10:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Blumensträuße richtig binden: Erlaubt ist, was gefällt

Floristin und Kräuterexpertin Kerstin Schug gibt im Workshop von Oberpfalz-Medien Tipps für die Zusammenstellung von Blumensträußen. Auch auf Sommerwiesen gibt es für die Teilnehmer viel zu entdecken.

Kerstin Schug zeigt den Workshop-Teilnehmerinnen, dass sich selbst die Schafgarbe kreativ in einen Blumenstrauß einbinden lässt.
von Helmut KunzProfil

Rot und blau oder lila und rot: „Das geht überhaupt nicht, hat man früher gesagt.“ Alles überholt. Heute dürfe man kombinieren, wie man wolle, erklärt Kerstin Schug beim Kreativ-Workshop „Blumensträuße binden leicht gemacht“ am Mittwochabend den Teilnehmerinnen im Medienraum von Oberpfalz-Medien. Kompositionen und Regeln, wie man sie noch vor 25 Jahren den Auszubildenden zum Floristik-Handwerk beigebracht habe, seien längst out. Heute sei nichts mehr in Stein gemeißelt.

Die gelernte Floristin und zertifizierte Wildkräuterführerin aus Waldsassen – „ich bin eine Kräuterhexe“ – sagt, was früher verboten war, sei heute völlig in. „Früher gab es die Dunkelblütler und breiten Blüten bei den Sträußen unten, niemals in der Höhe.“ Inzwischen sei alles anders. „Alles ist mannigfaltiger und kreativer. Jeder Florist geht seinen eigenen Weg." Wie auch jedem Kunden etwas anderes gefalle. Richtig sei, was Freude mache.

Unter diesem Motto stand auch der Workshop. „Es gibt unterschiedliche Formen, die man binden kann und entsprechende Arten von Sträußen. Das werde ich Ihnen zeigen.“ Behandelt wurden auch Pflanzenpflege, Vorbereitung oder die Antwort darauf, was in einem Blumenstrauß überhaupt nichts zu suchen habe. Denn soweit sollte es nicht kommen. „Ich mache mir die Arbeit, binde etwas hinein, dass dann vorzeitig welkt und den ganzen Strauß ruiniert.“

Die Hälfte der Zeit verbrachten die Damen mit der Suche von Pflanzen. Dazu begaben sich die Frauen gemeinsam mit ihrer Dozentin in Richtung Flutkanal. „Zeigen Sie uns, was Sie unterwegs so anspricht. Das kann ein schöner Stein, eine Wurzel, eine Maispflanze sein. Egal was." Denn: „Wir arbeiten mit der Natur und in der Natur. Die ist auch Teil von uns.“ Deshalb sollte alles nach Maß und Ziel sein. „Nicht gleich alles roden und alles schneiden.“ Auch an die Insekten denken. Unterwegs wurde gepflückt und erklärt. Die Ausbeute kam dann im Anschluss auf den Tisch und wurde zu schönen Blumensträußen zusammengestellt.

Schön schreiben eine Kunst

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