"In diesem Jahr sind die Freizeitangebote durch die Pandemie eingeschränkt. Ferienprogramme finden gestutzt und der Urlaub in vielen Familien daheim statt", schreibt die Bundespolizei Weiden in einer Pressemitteilung. Für die Polizei Gründe, die eine Tendenz aus den Schulferien vergangener Jahre verstärken könnten: Kinder und Jugendliche spielen in ihrer Freizeit auf Bahnanlagen und Gleisen. Doch: "Bahnanlagen sind keine Abenteuerspielplätze", mahnt die Bundespolizei Weiden.
"Dort lauert Lebensgefahr"
Erst am vergangenen Dienstag griffen Beamte der Polizeiinspektionen Weiden und Neustadt acht Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren im Neustädter Ortsteil Gramau auf. Diese kraxelten auf einer Bahnbrücke herum. Polizeioberkommissar Josef Prill vom Präventionsteam der Bundespolizei weiß: "Immer wieder wagen sich Menschen aus Unwissenheit oder Leichtsinn in den Gefahrenbereich der Bahnanlagen."
Doch dort lauert Lebensgefahr. Die Züge würden mit rund 160 km/h und extrem leise heran rauschen, dadurch könnten sie leicht überhört werden. Allein der Sog eines schnellen Zugs könne einen Erwachsenen an oder unter den Zug reißen.
Schnellbremsung reicht häufig nicht aus
Josef Prill bittet deshalb: "Alle Eltern sollten ihren Kindern ein Vorbild sein und ihre Sprösslinge aufklären, dass sie sich von Bahnanlagen fernhalten müssen." Gleise dürften nur an dafür vorgesehenen Stellen passiert werden, so der Präventionsbeamte.
Meistens seien es Lokführer, die krachend zerschmetterte Schottersteine auf den Gleisen meldeten. Häufig könnten sie trotz Schnellbremsung nicht zum Stehen kommen und würden in Betondeckel oder Einkaufswagen steuern. Auch für die Täter würden umherfliegende Splitter schnell zur Gefahr.
"Keine Abenteuerspielplätze"
In solchen Fällen ermittelt dann die Bundespolizei Weiden. Diese Taten seien kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Durch das Überfahren von Hindernissen entstünden an Zug und Gleisen oft große Schäden. Durch Hinweise aus der Bevölkerung oder durch Lokführer könnten die Täter häufig ausfindig gemacht werden. Nicht selten würden die noch Jahre später für ihre Taten haften.

















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