Weiden in der Oberpfalz
31.08.2025 - 14:35 Uhr
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Nach Busunfall bei Weiden-Frauenricht: Rätsel um den Unfallort

Nach dem schweren Busunfall vom Freitag gibt es in Weiden noch immer mehr offene Fragen als Antworten: Eine davon bezieht sich auf die Fahrstrecke des Busses. Denn normalerweise sollte er an der Unfallstelle gar nicht vorbeikommen.

Hier über die kleine Böschung führen die Spuren des Busses, der wenig auf der anderen Seite der Straße die Lärmschutzwand durchbrach. Über die Gründe wird noch gerätselt. Bild: Gabi Schönberger
Hier über die kleine Böschung führen die Spuren des Busses, der wenig auf der anderen Seite der Straße die Lärmschutzwand durchbrach. Über die Gründe wird noch gerätselt.

Auch zwei Tage nach dem schweren Busunfall in der Ausfahrt Frauenricht der A 93 befinden sich zwei Passagiere und der Busfahrer weiter zur Behandlung in drei Krankenhäusern der Region. Laut Polizeipräsidium Oberpfalz gebe es keine Informationen über eine mögliche Verschlechterung des Gesundheitszustands der drei Verletzten. Am Freitag wurden die drei mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen zur stationären Behandlung eingeliefert. Die 25 weiteren Patienten waren mit leichteren Verletzungen in der nahen Major-Radloff-Kaserne behandelt und danach entlassen worden.

Laut der ersten Meldungen von Polizei und Rettungsdienst war der 67-jährige Busfahrer mit am schwersten verletzt. Der Mann hatte den Unfall in der Kurve der Autobahnausfahrt verursacht. Weil er die Fragen der Polizei zunächst nicht beantworten konnte, lässt sich auch am Sonntag noch wenig zum Ablauf und zur Ursache des Unfalls sagen. Laut Polizeipräsidium sei erst in dieser Woche mit neuen Informationen zu rechnen.

Eine der zu klärenden Fragen dürfte sein, wieso der Fahrer des Busses überhaupt die Ausfahrt Frauenricht ansteuern wollte. Das Fahrzeug war im Auftrag der Deutschen Bahn als Schienenersatzverkehr für die Strecke Schwandorf–Weiden unterwegs, auf der wegen Gleisarbeiten aktuell keine Züge fahren können.

Aus Richtung Schwandorf führt der einfachste Weg zum Weidener Bahnhof aber über die Ausfahrt Weiden-Süd. In der Regel nutzen auch die Busse des Schienenersatzverkehrs diese Route. Am Freitag fuhr der 67-Jährige erst eine Ausfahrt später ab, wo es dann gegen 10.30 Uhr zu dem Vorfall kam.

Dabei verlor der Mann die Kontrolle über den Bus, der daraufhin ins Schleudern geriet und die Leitplanke sowie eine Lärmschutzwand durchbrach. Danach stürzte der Bus eine steile Böschung hinab. Im Bus befanden sich 32 Passagiere und der Fahrer. Insgesamt meldeten die Einsatzkräfte 28 Verletzte, die meisten von ihnen kamen mit leichten Prellungen davon. Der Fahrer und zwei Mitfahrer mussten mit schwereren Verletzungen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden.

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