Weiden in der Oberpfalz
16.02.2020 - 14:09 Uhr

CO2-Steuer-Gegner bleiben unter sich

Die Demonstration von "Anti Volksverarschung" und "Der grüne Schrei" in Weiden stößt am Samstag bei der Bevölkerung auf geringes Interesse. Gastredner Walter Jörg Hoyer sieht die Menschen nicht für den Klimawandel verantwortlich.

Für Walter Jörg Hoyer (Mitte) ist die Klima-Hysterie nichts als Geldmacherei. Jochen Trepesch (Zweiter von rechts) von der "Anti Volksverarschung" und Helmut Bauer ("Der grüne Schrei") kritisieren öffentliche Geldverschwendung und niedrige Renten. Bild: Kunz
Für Walter Jörg Hoyer (Mitte) ist die Klima-Hysterie nichts als Geldmacherei. Jochen Trepesch (Zweiter von rechts) von der "Anti Volksverarschung" und Helmut Bauer ("Der grüne Schrei") kritisieren öffentliche Geldverschwendung und niedrige Renten.

Zur Demonstration hatten CO2-Steuer-Gegner am Samstagvormittag Walter Jörg Hoyer eingeladen. Wie Veranstalter Helmut Bauer („Der grüne Schrei“) aus Eslarn sagte, sei der Militaria-Gutachter aus Heidenau bei Dresden auch als „Der Mann mit dem Hut“ bekannt. „Klima ist nichts anderes als Wetter“, verkündete Hoyer den vorbeihuschenden Passanten auf dem Macerata-Platz .

Die Kundgebung, die eigentlich als „eine sich fortbewegende Veranstaltung“ geplant war, bei der auch Kleiderspenden für Bedürftige gesammelt werden sollten, wurde in abgespeckter Form abgehalten. Mitveranstalter waren Jochen Trepesch von der „Anti Volksverarschung“ aus Altenstadt/WN und Biggi Reitz von den „Gelbwesten Nürnberg“. „Es wird wärmer. Warum? Weil es in zwei Dritteln der Erdgeschichte einfach wärmer war, als es heute ist“, behauptete Hoyer. Die Erde existiere seit 4,25 Milliarden Jahren. „Niemand leugnet, dass es einen Klimawandel gibt.“ Aber Menschen hätten damit nichts zu tun. Jochen Trepesch kritisierte die Steuerverschwendung durch die Bundesregierung. Andreas Scheuer habe Millionen verbraten. „Für nichts.“ Helmut Bauer hatte sich eine größere Beteiligung erhofft. Er gebe die Hoffnung nicht auf und werde weiterkämpfen. Er kritisierte vor allem die Altersarmut und Rentenpolitik. „Es ist schäbig, was da abläuft.“

Info:

Das sagt die Wissenschaft zum Klimawandel

Für Klimaforscher weltweit ist der Klimawandel in Folge menschlichen Handels ein Fakt. 2016 war demnach das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen im Jahr 1880. Kohlenstoffdioxid (CO2) und sein messbarer Einfluss auf die Strahlungsbilanz gilt als Hauptfaktor des Erwärmungsprozesses.

Im Fünften Sachstandsbericht des IPCC (auch „Weltklimarat genannt“) der Vereinten Nationen heißt es: „ Der Einfluss des Menschen auf das Klimasystem ist klar. Das ist offensichtlich aufgrund der ansteigenden Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre, dem positiven Strahlungsantrieb, der beobachteten Erwärmung und des Verständnisses des Klimasystems.“

Die Wissenschaftler führen ferner aus, dass durch menschliche Aktivitäten seit 1750 555 Milliarden Tonnen Kohlenstoff freigesetzt worden sind. (exb)

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.