07.04.2020 - 20:46 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Coronagesetz bietet Rentnern Chancen

Ein neues Gesetz kann sich 2020 für manchen Rentner richtig lohnen. Es geht um Zuverdienstmöglichkeiten.

Neue Chancen für Rentner
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Die neuen Coronagesetze können auch für Menschen im vorgezogenen Ruhestand Bedeutung haben: Im Jahr 2020 ist die Zuverdienstgrenze für diesen Kreis ausgesetzt. Das beschlossene "Sozialschutz-Paket" soll vor allem der Pflege helfen und es Fachkräften im Vorruhestand ermöglichen, bei der Bewältigung der Krise mitzuarbeiten, ohne Einbußen hinnehmen zu müssen. Das Gesetz gilt für alle Rentner, die keine Regel-Altersrente beziehen.

Bis zu 44 590 Euro

Die jährliche Hinzuverdienstgrenze wird im Jahr 2020 von 6300 auf 44 590 Euro angehoben, erklärt DGB-Regionssekretär Peter Hofmann. Vor allem für Arbeitnehmer, die 2020 in Rente gehen wollen, sei das interessant: "Man kann zum Beispiel schon ab 1. Juni Rente beziehen und trotzdem bis 31. Dezember oder sogar bis 2021 arbeiten, weil man dann wieder 6300 Euro zuverdienen darf", rechnet Hofmann vor. Die Regel gilt auch bei der Alterssicherung für Landwirte. Keine Änderungen gibt es bei der Erwerbsminderungsrente, hier bleiben die Verdienstgrenzen bestehen.

Auch für Studenten

Geändert wird auch die Zeitgrenze für sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigungen. Von März bis Oktober darf man 5 Monate oder 115 Arbeitstage arbeiten, ohne Beiträge zu zahlen. Bisher waren es 3 Monate oder 70 Arbeitstage.

Das Gesetz kann auch Auswirkungen bei der Altersteilzeit haben. Werden Mitarbeiter in der Arbeitsphase der Altersteilzeit coronabedingt freigestellt, hat dies keine Auswirkungen auf den Ablauf der Altersteilzeit, Entgelt, Aufstockung und zusätzliche Rentenbeiträge laufen weiter. "Dies gilt auch bei Bezug einer Verdienstausfallentschädigung, wenn Betroffene wegen Coronaverdacht in Quarantäne müssen", erklärt Hofmann.

Für Studenten kann es interessant sein, dass sie weiter sozialversicherungsfrei arbeiten können, wenn sich die Semester coronabedingt verschieben. Für sie gilt allerdings nach wie die Obergrenze von 26 Wochen mit nicht mehr als 20 Wochenstunden. Werden diese Grenzen überschritten, sind Sozialversicherungsbeiträge abzuführen.

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