Aktivisten für Klimaschutz stellten sich am Freitagnachmittag mit ihren Transparenten auf der Christian-Seltmann-Straße nach der Einmündung Aichingerstraße auf beiden Fahrbahnen auf, um zu demonstrieren. Die Polizei kam nach geraumer Zeit und verwies vier Aktivisten der Straße, um die Verkehrssicherheit nicht weiter zu beeinträchtigen. Regierungen und Institutionen hätten versagt, die Erderwärmung selbst auf 1,5 Grad zu begrenzen, hieß es. Die Aktivisten befürchteten die unkontrollierbare Katastrophe durch eine Klimakrise.
Inmitten von Covid-19- und Klimakrise wollten die Weidener Klimaschutz-Aktivisten ein Zeichen setzen. In Solidarität mit dem Protest gegen die Rodung des Dannenröder Forsts bei Homberg protestieren sie gegen das geplante Gewerbegebiet Weiden-West IV. Das Protestmittel der Straßenblockade als Form zivilen Ungehorsams wurde gewählt, um möglichst viel Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken.
Klimaschützerin Carolin Schiml erklärte, dass die kapitalistische Wirtschaft mit ihrem Wachstumszwang menschliche Lebensgrundlagen zerstöre. „Sowohl global, als auch ganz konkret hier vor Ort in Weiden-West.“ Die Stadtverwaltung wolle den Pressather Forst abholzen, damit Firmen dort mehr Gewerbesteuer generieren können.
„Aber Geld wird uns in den Hitzewellen der kommenden Jahrzehnte nicht abkühlen – der Wald kann das schon.“ Bei den Planungen für das Gewerbegebiet könne einem Angst und Bange werden, weil die Ableitung des Regenwassers auf der zu versiegelnden Fläche ein Problem darstelle. Der intakte Waldboden hingegen könne es aufsaugen und Hochwasser in der Siedlung verhindern.















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