27.10.2021 - 14:51 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Diese Oberpfälzer Krankenhäuser impfen Patienten gegen Corona

Noch immer sind etliche Menschen im Freistaat nicht gegen Corona geimpft. Manche bayerische Krankenhäuser bieten deshalb ihren Patienten Impfungen an.

Eine medizinische Mitarbeiterin bereitet den Wirkstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer für Impfungen gegen das Coronavirus vor.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Immer wieder rufen Mitglieder der bayerischen Staatsregierung zum impfen auf. "Das Impfen ist der Weg aus der Pandemie, nicht das Testen", betont etwa der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). "Es gibt in der Medizin keine wirksamere Prävention als eine Impfung." Daher empfehle er allen diese Chance zu nutzen.

Diese Chance gibt es unter anderem etwa bei Impfaktionen, in Impfzentren und bei niedergelassene Ärzten. Aus Sicht des bayerischen Gesundheitsministeriums können auch Krankenhäuser und Kliniken zur Impfkampagne beitragen. "Die bayerischen Krankenhäuser können als eigenständige Leistungserbringer ungeimpften ambulanten oder stationären Patienten Impfungen anbieten", teilt eine Ministeriumsprecher auf Anfrage mit. Demnach haben bislang bereits 63 Kliniken auch Patientenimpfungen durchgeführt.

Impfung für Patienten die lange im Krankenhaus liegen

"In unserem Haus in Auerbach haben wir schon einige Patienten geimpft", sagt Dr. Thomas Rauner, Hygiene- und Pandemiebeauftragter des St.-Anna-Krankenhauses in Sulzbach-Rosenberg. Im Haupthaus in Sulzbach-Rosenberg haben in den vergangenen Wochen die Mitarbeiter Booster-Impfungen erhalten. Jetzt soll auch wieder verstärkt auf Patienten zugegangen werden, die dafür infrage kämen. Grundsätzlich sei es so, dass in Fällen in den Patienten oder Angehörige um eine Impfung bitten, sie diese erhalten.

In der Oberpfalz beteiligt sich zudem die Universitätsklinik Regensburg an der Impfkampagne. Am Klinikum "wurden und werden ungeimpfte Patienten dann geimpft, wenn diese, etwa aufgrund eines langen stationären Aufenthaltes, keine Möglichkeit hatten oder haben sich impfen zu lassen", teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Auffrischimpfungen werden an der Universitätsklinik nicht durchgeführt. Dazu werde auf niedergelassene Ärzte oder das Impfzentrum verwiesen. "Unsere Mediziner beraten jedoch unsere Patienten zu den Auffrischimpfungen."

Das Klinikum St. Marien in Amberg, das Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf und die Kliniken Nordoberpfalz in Weiden bieten ungeimpften Patienten keine Corona-Impfungen an. "Die Kliniken Nordoberpfalz führen über die Betriebsmedizin ausschließlich Impfungen für (neue) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch, jedoch keine Impfungen für Patienten", teilte Sprecher Michael Reindl mit. Das Klinikum verweist für Corona-Impfungen auf Impfzentren und niedergelassene Ärzte.

Entscheidung der Krankenhäuser

Die Entscheidung zur Teilnahme an den Corona-Schutzimpfungen für Patienten obliegt den Krankenhäusern, heißt es aus dem Ministerium in München. "Sowohl Ministerium als auch die Bayerische Krankenhausgesellschaft haben aber mehrfach die Bedeutung der Teilnahme der Krankenhäuser an der Impfkampagne unterstrichen", teilte der Sprecher mit.

Mediziner raten zur Auffrischungsimpfung

Oberpfalz
Hintergrund:

Bayerische Impfkampagne

  • Es gibt keine Impfpflicht, die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig.
  • Die Staatsregierung empfehlt jedoch jedem, sich impfen zu lassen, um sich vor einer Corona-Erkrankung zu schützen.
  • Die Corona-Impfung ist für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen sowie für Erwachsene zugelassen.
  • Mit einer Impfung verringert sich das Risiko, das Corona-Virus weiterzugeben. Damit helfen Geimpfte sich selbst, ihren Angehörigen und Freunden sowie den Menschen in ihrer Umgebung, wirbt das Gesundheitsministerium.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.