25.06.2018 - 14:58 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Dreiste Autodiebe kommen zwei Mal

Jetzt ist der BMW weg. Beim zweiten Versuch waren bisher unbekannte Autodiebe in Weiherhammer erfolgreich. Die Kripo Weiden ermittelt.

Jetzt ist der BMW definitiv weg: In Weiherhammer in der Ahornstraße schlagen Autodiebe ein zweites Mal zu.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

(shl) Vor drei Wochen hatten Autodiebe schon einmal ein Auge auf einen schwarzen BMW geworfen, der in der Ahornstraße in Weiherhammer vor einem Wohnhaus geparkt war. Damals misslang der Diebstahl. Doch seit Samstag ist das Auto definitiv weg. Ob es sich dabei um dieselben Täter handelt, kann die Polizei noch nicht bestätigen, aber auch nicht ausschließen, wie Albert Brück, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mitteilt. Der 80.000 Euro teure Wagen, laut Polizei mit dem Funk-Zugangssystem "Keyless-Go" ausgestattet, war am 6. Juni schon einmal im Visier von Autodieben. Sie starteten den BMW 540x Drive und fuhren ein paar Meter. Dann ließen sie das Auto stehen. Wurden Sie gestört? Gab's technische Probleme? Die Kriminalpolizei Weiden, die die Ermittlungen in dem Fall führt, weiß es bis heute nicht.

Mittels damals veröffentlichter Fahndungsfotos erhofften sich die Beamten Hinweise auf die Täter. "Leider hat das nichts gebracht", sagt der Polizeisprecher. "Die Täter stammen mit ziemlicher Sicherheit nicht aus der Region. Aber einen Versuch war es wert."

Luxuskarossen aller Marken wurden schon immer gestohlen. Subjektiv hat man jedoch das Gefühl, dass sich die Diebstähle in letzter Zeit häufen. "Die Fallzahlen liegen im einstelligen Bereich. Von einer Häufung würde ich nicht sprechen, wenngleich die Tendenz zunehmend ist", gibt Brück zu. 2017 habe es in der Oberpfalz 33 Fälle von Autodiebstählen mit Funktechnik gegeben.

Eigentlich ist das Schließsystem bequem: Autofahrer müssen den Schlüssel nicht mehr ins Schloss stecken. Das Auto erkennt automatisch, wenn der Schlüssel in der Nähe ist und sperrt auf. Das Problem ist die nicht ganz ausgereifte Technik. Die Autos sind leicht zu knacken. Alles, was Diebe brauchen, sind ein Sender und ein Empfänger, die dem Auto vorgaukeln, der Schlüssel befinde sich in der Nähe.

Besitzer hochwertiger Autos sind alarmiert. Wie können sie sich schützen? "Am besten das Auto in der Garage parken - wenn vorhanden. Oder sie fahren in ihre Werkstatt und lassen das ,Keyless-Go'-System deaktivieren", erklärt der Polizeisprecher. Es gäbe auch Metallschatullen für die Autoschlüssel, die die Strahlung verhindern. "Neu sind auch beschichtete Folienbeutel. Die würde ich aber vor dem Kauf mal testen", sagt Brück. Am ehesten helfe es natürlich, wenn die Hersteller reagieren und die Technik verbessern, um so künftige Diebstähle zu verhindern.

In ihren Ermittlungen setzt die Kriminalpolizei verstärkt auf Beobachtungen aus der Bevölkerung. "Wenn fremde Fahrzeuge auffällig oft durchs Wohngebiet fahren, dann sollte man sich den Fahrzeug-Typ und das Kennzeichen notieren." Skeptisch sollte man werden, wenn ein Auto bei laufendem Motor betankt wird. Es könnte sich um ein gestohlenes Fahrzeug mit funkgesteuerter Technik handeln, dessen Motor nicht abgestellt werden darf. "Hier sollten Sie in jedem Fall die 110 anrufen", rät der Polizist.

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