08.09.2020 - 16:55 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Exponate einer kurzen Porzellanepoche

Lediglich 12 Jahre dauerte die Blütezeit der Porzellanproduktion in Ullersricht. Zwei Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/ Die Grünen besuchten nun das Internationale Keramikmuseum.

Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz (rechts) zeigt den Grünen-Landtagsabgeordneten Sanne Kurz (links) und Jürgen Mistol die Exponate der Porzellanmanufaktur Bavaria Ullersricht, die einen Besuch im Keramikmuseum wert sind.
von Autor rdoProfil

Anlässlich des 30-Jährigen Bestehens des Internationalen Keramikmuseums begrüßte Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz die Landtagsabgeordneten der Grünen, Jürgen Mitsol aus Regensburg und Sanne Kurz als kulturpolitische Sprecherin. Das Museum unter dem Dach der Neuen Sammlung München ermöglicht mit neuem Vertrag nun auch Sonderausstellungen zu zeigen, wie „100 Jahre Gründung der Porzellanmanufaktur Bavaria Ullersricht“. Petra Vorsatz erläuterte die Historie des „Waldsassener Kastens“ vom ehemaligen Getreidespeicher des Klosters Waldsassen, zum Gericht mit Gefängnis und der Fachoberschule und der heutigen Nutzung mit Keramikmuseum und Regionalbibliothek.

Zu besichtigen waren in drei Räumen die Erzeugnisse wie Services, Vasen, Leuchter, Dosen und große Bonbonieren von Bauhaus oder mit Goldapplikationen. Die Weltwirtschaftskrise des Jahres 1929 habe die schon angeschlagene Bavariafabrik umso härter getroffen und der große Bankenkrach Mitte 1931 versetzte ihr dann den Todesstoß.

Irene Fritz erläuterte als Leiterin der Jugendkunstschule das Projekt „Kinder im Museum“, die Führungen für Kids anbieten und zeigte keramische Arbeiten der Kinder. Sanne Kurz sah es als kulturpolitische Sprecherin für wichtig an, die Museen zu fördern und die Kulturen den Kindern nahe zu bringen. Jürgen Mistol dankte der Stadt, die trotz geringen finanziellen Spielraum das Mögliche leiste mit dem Museum und sah die Kultur als wichtige Identität in einer Stadt.

Jürgen Prüll von den „Keramischen“, die als Förderer das Keramikmuseum unterstützen, begleitete die Führung, die auch die Sammlung von Herzog Max von Bayern mit afrikanischen Keramiken aktuell zeigt. Beide Ausstellungen sind einen Besuch im Keramikmuseum wert, die weiter laufen bis Anfang 2021.

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