21.06.2019 - 17:38 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Fußballstreit: FC Weiden-Ost und SpVgg SV treffen sich zum klärenden Gespräch

Nach dem Streit und der Kündigung der Vereinskooperation zwischen der SpVgg SV und dem FC Weiden-Ost treffen sich die Vorstände zu einem klärenden Gespräch mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Danach geben sich die Beteiligten zugeknöpft.

An der massiven öffentlichen Kritik des SpVgg-Bosses Michael Kurz am FC Weiden Ost zerbrach die Kooperation zwischen den beiden Vereinen.
von Tobias GräfProfil
FC-Weiden-Ost-Vorsitzender Franz Bäumler ist weiter an einer gemeinsamen Nutzung der neuen Kunstrasenplätze interessiert und sagt, man müsse nun abwarten.

Weil sich Michael Kurz als Vorsitzender der SpVgg SV öffentlich kritisch über fehlende Kommunikation und Zusammenarbeit mit dem FC Weiden-Ost äußerte, zog der ehemalige Partnerverein eine harte Konsequenz. Die Aussagen Kurz´ seien diffamierend und "an Hochmut nicht zu überbieten". Nachlesen lässt sich die Kritik im Wortlaut auf der Homepage des FC Weiden-Ost – direkt auf der Startseite. Weil, so steht dort zu lesen, inzwischen "jegliches Vertrauen für eine konstruktive Zusammenarbeit" fehle, kündigte der FC Ost die Vereinskooperation (wir berichteten).

Der Streit erhielt schnell eine politische Dimension, weshalb nun auch Oberbürgermeister Kurt Seggewiß involviert ist. Über den Inhalt eines Treffens zwischen dem Stadtchef und den Vorständen der beiden Vereine im Rathaus wollen die Teilnehmer nichts sagen – sie vereinbarten striktes Stillschweigen. Manches ist nun trotzdem klarer.

Kooperation nicht erneuert

Michael Kurz fasst sich knapp und sagt auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien: "Wir haben mit Weiden-Ost intensiv gesprochen, es ist alles geklärt." Dass nun wieder beste Beziehungen zwischen den Vereinen herrschen, bedeutet dies aber nicht. Zwar sagt auch Franz Bäumler, man sei bei dem Treffen "im Guten auseinander gegangen". Doch der Vorsitzende des FC Weiden-Ost lässt durchblicken, dass im Gespräch eine Wiederherstellung der Kooperation nicht erreicht wurde: "Die Kooperation ist jetzt erst mal gekündigt. Weitere Gespräche wird es geben, da müssen wir aber erst schauen." Auch die massiven Vorwürfe gegen SpVgg-Boss Michael Kurz hat der FC Ost nicht zurückgenommen. Auf der Internetseite des Vereins ist die Kritik nach wie vor an prominenter Stelle lesbar.

Zumindest bei einem der Streitpunkte zeichnet sich eine Lösung ab. Die beiden neuen, von der Stadt finanzierten Kunstrasenplätze, welche die SpVgg SV am Gelände um das Wasserwerk erhält, sind begehrt. Dies rührt daher, weil sie Fußballern einen ganzjährigen Spiel- und Übungsbetrieb ermöglichen. Andere Weidener Vereine würden die neuen Plätze deshalb gerne mitbenutzen. Hierzu sagt Bäumler, dass abgewartet werden solle: "Die Plätze müssen ja erst mal gebaut werden. Dann werden wir das erneut besprechen." Mit Blick auf Training und Ausbildung meint der Vorstand: "Die Jugend wird überhaupt nicht unter dem Streit leiden."

Seggewiß als Vermittler

Seggewiß hält sich ebenfalls sehr bedeckt und möchte sich zu Einzelheiten nicht äußern. Eine detaillierte Anfrage von Oberpfalz-Medien beantwortete er nur pauschal. Bei dem gemeinsamen Treffen wirkte der Oberbürgermeister wohl vermittelnd zwischen den Streitparteien. Missverständnisse seien nun ausgeräumt, zudem hätten beide Vereine "konstruktive Vorschläge zur Entwicklung des Geländes rund um das Wasserwerk vorgetragen und neue Ideen unterbreitet". Dies seien jedoch erst "Konzepte" und noch keine konkreten Ergebnisse, teilt der Rathauschef mit.

Wie es konkret weitergeht, bleibt somit vorerst im Ungewissen. Festzustellen bleibt, dass die beiden Vorstandschaften nun wenigstens miteinander im Kontakt stehen und offen sprechen. Zukünftig vielleicht auch wieder ohne Vermittlung durch das Rathaus.

Die Hintergründe des Streits zwischen den beiden Fußballvereinen werden hier erklärt:

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