Große Ehre für drei Frauen aus Weiden: Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach hat am Donnerstag in Regensburg acht Oberpfälzer mit dem „Weißen Engel“ ausgezeichnet – darunter drei engagierte Weidenerinnen. Die Ehrung würdigt herausragendes ehrenamtliches Engagement in Gesundheit, Pflege und Prävention.
Gerlach betonte laut Pressemitteilung, dass die "Weißen Engel" mit ihrem Einsatz zeigten, dass jeder Einzelne etwas bewirken kann: "Sie schauen nicht weg, sie packen ehrenamtlich an und übernehmen Verantwortung. ‚Weiße Engel‘ schenken Zeit, Kraft und Energie." Das Ministerium verleiht die Auszeichnung einmal jährlich in jedem Regierungsbezirk. Gerlach betonte, dass sich mehr als 40 Prozent der Menschen über 14 Jahre im Freistaat für das Gemeinwohl engagieren. In der Mitteilung würdigt das Ministerium das Engagement der drei "Weißen Engel" aus Weiden.
Wärmekissen für Frühchen
Daniela Grenzer setzt sich demnach seit über zehn Jahren auf ganz besondere Weise für die Kleinsten der Gesellschaft ein: Sie stellt ehrenamtlich Dinkelwärmekissen und Schlafsäckchen für Frühgeborene her. Zunächst gab sie das Selbstgenähte bei der Frühchen-Station der Kinderklinik Weiden ab, bis „Der bunte Kreis Nordoberpfalz“ auf sie aufmerksam wurde. Diese Nachsorgeeinrichtung begleitet Eltern von Frühgeborenen sowie chronisch und schwerkranken Kindern. Seit vielen Jahren näht Grenzer nun für den „bunten Kreis“ und bringt damit „Wärme in den Alltag der Klinik“. Bei ihren Näharbeiten achtet sie auf gute Materialien und kauft die Rohstoffe überwiegend regional. Die Dinkelkörner für die Kissen bezieht sie zum Beispiel von einer Getreidemühle aus dem Landkreis Neustadt/Waldnaab.
Begleitung für Sterbende
Elke Horstmann-Henn engagiert laut Ministerium sich seit 2008 als Hospizbegleiterin für Erwachsene und Kinder beim Malteser Hilfsdienst. Sie ist für schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Familien da, spendet Trost und gibt Mut in einer für sie hoffnungslosen Zeit. Ihre Einsätze gestaltet sie individuell – zuhause bei den Betroffenen, in Pflegeeinrichtungen, im Klinikum Weiden oder im Hospiz St. Felix in Neustadt/Waldnaab. Außerdem war sie viele Jahre für „Hospiz macht Schule“ aktiv und organisierte in der ehrenamtlichen Gruppe der Hospizbegleiter regelmäßig Treffen zum Austausch.
Helfen im Hospiz
Birgit Tafelmeier engagiert sich vielfältig für ihre Mitmenschen. Sie ist laut Mitteilung seit 2011 ehrenamtliche Hospizbegleiterin beim ambulanten Hospizdienst Weiden/Neustadt an der Waldnaab. Dort begleitet sie Schwerstkranke und Sterbende und kümmert sich auch um die Ausbildung neuer Hospizbegleiter. Einige Jahre war sie auch ehrenamtliche Mitarbeiterin im Frauenhaus Weiden. Mehr als zehn Jahre leitete sie das Begegnungscafé in Weiden mit. Seit 2014 ist sie als Beisitzerin im „Förderverein für Schwerkranke“, kümmert sich um den sinnvollen Einsatz von Spendengeldern, etwa bei der Weiterbildung von Pflegekräften. 2025 war sie an der Gründung des Vereins „Zusammen erreichen wir mehr“ zur Unterstützung des Hospizes St. Felix in Neustadt an der Waldnaab. Aktiv ist Tafelmeier zudem in der Flüchtlingsbetreuung.















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