Weiden in der Oberpfalz
08.02.2023 - 12:41 Uhr

Goldmund-Quartett: Auf den Instrumenten spielte schon der „Teufelsgeiger“

Das Weidener Publikum durfte nicht nur den Klängen des Goldmund-Quartetts lauschen, sondern in den Genuss eines ganz besonderen Klanges kommen: als erstes deutsches Ensemble durften sie auf dem weltweit einzigen Stradivari-Quartett spielen.

Das Goldmund-Quartett begeistert restlos bei den Weidener Meisterkonzerten. Bild: stg
Das Goldmund-Quartett begeistert restlos bei den Weidener Meisterkonzerten.

Streichquartette in Vollendung gab es bei den Weidener Meisterkonzerten zu hören: Das Goldmund-Quartett gastierte in der Max-Reger-Halle. Raphael Paratore (Violoncello), Florian Schötz (Violine), Pinchas Adt (Violine) und Christoph Vandory (Viola) präsentierten ein anspruchsvolles Programm, das die Zuhörer begeisterte. Doch es waren nicht nur die Werke von Johann Sebastian Bach, Alfred Schnittke und Ludwig van Beethoven, die das Publikum fesselten. Es waren auch ganz besondere Instrumente, die das Quartett spielte: Von der japanischen Nippon Music Foundation sind die Musiker auserkoren worden, als erstes deutsches Ensemble für eine begrenzte Zeit auf dem so genannten „Paganini-Quartett“ spielen zu dürfen. Diese vier Instrumente, gebaut von Antonio Stradivari in der Zeit zwischen 1680 und 1736, wurden vom „Teufelsgeiger“ Niccolò Paganini gekauft und selbst gespielt. Sie bilden das weltweit einzige Stradivari-Quartett, das noch gespielt wird. Das, was dem Weidener Publikum geboten wurde, konnte also gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der Applaus fiel lange und heftig aus, erst nach zwei Zugaben war Schluss an diesem Abend.

Hintergrund:

Antonio Stradivari

  • Geboren: 1644, Cremona, Italien
    Verstorben: 18. Dezember 1737, Cremona, Italien
  • Italienischer Geigenbaumeister und Gitarrenbauer
  • Baute die wertvollsten Saiteninstrumente, die es derzeit auf dem Markt gibt
  • Die Geigen werden teilweise für viele Millionen Euro gehandelt
 
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