26.06.2018 - 19:12 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Wo guckst du?

Es ist nicht das Finale, aber es könnte ein Endspiel für Deutschland bei dieser Weltmeisterschaft werden. Das Interesse an dem Fußballspiel an diesem Mittwoch, 16 Uhr, ist entsprechend groß. Aber können es auch alle sehen?

Wer kann, der kann – heute Platz nehmen und in Ruhe das Spiel Deutschland gegen Südkorea anschauen.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

(mte) Oberbürgermeister zu sein, das scheint an diesem Mittwoch ein besonders schweres Los: Denn Kurt Seggewiß' Terminkalender kennt auch zum Kick der deutschen Mannschaft keine Spielpause. Ausgerechnet zum Anpfiff um 16 Uhr empfängt Kurt Seggewiß den Amberger Amtskollegen Michael Cerny und eine Nofi-Lauf-Entourage, um Geld für mehrere gute Zwecke zu überreichen. "Den Termin mit so vielen Beteiligten so kurzfristig noch zu verlegen, wäre problematisch", erklärt Stadtsprecher Norbert Schmieglitz. Also wird Minimum eine Halbzeit lang über Gutes getan im Neuen Rathaus.
Derweil könnte in den am OB-Amtszimmer angrenzenden Büros der StadtverwaltungLeere herrschen. "Es gibt Gleitzeit im Haus", sagt Schmieglitz. Inwiefern dies die Mitarbeiter nutzen, um das Spiel der Deutschen gegen Südkorea anzusehen, bliebe ihnen überlassen. Zumal der Publikumsverkehr mittwochs bereits um 13 Uhr ende.
Ähnlich viel Glück mit den Öffnungszeiten haben die Mitarbeiter bei der Sparkasse Oberpfalz Nord. Die letzten Filialen schließen pünktlich eine Stunde vor Anpfiff um 15 Uhr, heißt es seitens der Zentrale. Ob sich danach alle im Sozialraum um den Fernseh versammeln oder doch vereinbarte Kundentermine wahrnehmen, können die Mitarbeiter selbst entscheiden.
"Bei uns läuft auch zur Fußball-Weltmeisterschaft alles wie gehabt", sagt die Sprecherin der Kliniken Nordoberpfalz AG. Operationen finden statt, die Notaufnahme ist voll besetzt. "Extra Fernseher in den Aufenthaltsräumen werden auch nicht installiert." Den Pflegekräften steht es aber frei, sich im Patientenzimmer, sofern möglich, nach dem aktuellen Spielstand zu erkundigen.
"Bei Witt Weidenwerden viele Mitarbeiter in erster Linie die Gleitzeitregelung nutzen", berichtet Sprecherin Carolin Bischof. Dazu habe der ein oder andere spontan Termine verlegt. "Die Weltmeisterschaft begeistert eben viele." Bei einem Frauenanteil im Unternehmen von 80 Prozent werde aber auch "vereinzelt gearbeitet". Zum Gucken würden einige in die Innenstadt gehen. "Teils wird abteilungsintern auch im Haus geschaut." Wenn Deutschland im Turnierverlauf weiter kommt, sei es nicht ausgeschlossen, auch ein gemeinsames Fernseh-Event auf die Beine zu stellen. Und wie geht das Spiel aus? "Wir tippen sowohl standort- als auch unternehmensweit." Die Otto-Group habe dafür gar eine konzerneigene App entwickelt. Carolin Bischof selbst setzt auf einen 1:0-Sieg für Deutschland.

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