16.09.2019 - 09:58 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Handwerk hat Zukunft

Freisprechungsfeiern sollen Handwerksberufe in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Schließlich wird dringend Nachwuchs gebraucht.

Für die erfolgreichen Prüfungsteilnehmer der Sommergesellenprüfung 2019 beginnt nun das Berufsleben.
von Siegfried BühnerProfil

Für 117 erfolgreiche Teilnehmer der Sommergesellenprüfung der Kreishandwerkerschaft Nordoberpfalz beginnt ab sofort das Berufsleben als ausgebildete Handwerker. Sie kommen aus zehn verschiedenen Handwerksberufen und haben eine dreijährige oder dreieinhalbjährige Ausbildung hinter sich. „Als Fachkräfte im Zentrum der Wirtschaft werden Sie dringend gebraucht“, sagte Handwerkskammer-Vizepräsident Gerhard Ulm bei seiner Festansprache zu den Prüfungsabsolventen. Handwerkerstolz kam zum Ausdruck, als Ulm aus der Imagekampagne des Handwerks zitierte: „Am Anfang war Himmel und Erde, den Rest haben wir gemacht.“

Auch mit Zahlen untermauerte der Vizepräsident die Bedeutung des Handwerks. 200.000 Handwerker, 15.000 Auszubildende und 28 Milliarden Umsatz seien die wichtigsten Kennzahlen des ostbayrischen Handwerks. Computer könnten das Handwerk nicht ersetzen, aber „Handwerker nutzen den digitalen Fortschritt“, stellte Ulm fest. Bevor dann Engelbert Schicker die Freisprechungsformel sprach, lobte er das Handwerk als „Wirtschaftsmacht von nebenan“. Freisprechungsfeiern seien ein Zeichen der Wertschätzung und der positiven Darstellung des Handwerks, betonte Schicker.

Im Namen des Oberbürgermeisters sprach Stadtrat Alois Schinabeck. Er empfahl den jungen Handwerkern „Zeit zu finden für Engagement in Gesellschaft und für Hobby und Liebe“. Die größte Gruppen unter den erfolgreichen Absolventen bildeten die Friseure mit 27, die Elektroniker Fachrichtung Automatisierungstechnik mit 23 und die Schreiner mit 20 neuen Fachhandwerkern.

Info:

Die Prüfungsbesten

Urkunden und Preise als Prüfungsbeste erhielten sechs junge Schreiner: Tobias Bayer vom Betrieb Andreas Bayer in Waldershof, David Daubenmerkl von Markus Gebhardt Grafenwöhr, Sven Fischer von der Arnold Möbelmanufaktur Luhe-Wildenau, Alexander Haubner von Hubert Haubner Plößberg, Franziska Käs von Fütterer GmbH in Kemnath und Christopher Landgraf von Manfred Philipp aus Neusorg. Zu den Prüfungsbesten zählte auch Sabrina Ponath als Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk von der Bäckerei Brunner in Weiden.

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