24.06.2018 - 16:36 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ingenieure braucht das Land

Erneut mussten es zwei Abschlussfeiern sein, um den diesjährigen Absolventen der OTH-Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen ihre Zeugnisse zu überreichen

Bachelor-Absolventen 2018 der Studienfächer Wirtschaftsingenieurwesen und Medizintechnik sowie Masterabsolventen in Medizintechnik
von Siegfried BühnerProfil

(sbü) Vielleicht macht sich allmählich auch an der OTH in Weiden die demographische Komponente bemerkbar. Mit 134 Absolventen der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen gab es diesmal einen leichten Rückgang. Aufgefallen ist dies nicht, denn mit ihren Angehörigen füllten die neuen Bachelor-und Masterabsolventen beide große Hörsäle.

Talent vertrauen

Erstmals leitete Dekan Professor Clemens Bulitta die Abschlussfeiern. Viel Nachdenkliches gab er den bisherigen Studenten mit auf ihren beruflichen Lebensweg. "Wir nehmen uns nicht die Zeit, den Moment wirklich zu genießen, im Augenblick zu leben", war dabei eine der Bemerkungen. Mit dem Satz "heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens", zitierte Bulitta einen Satz einer über 90-jährigen Frau. Für das Berufsleben empfahl der Dekan den Absolventen "das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten", die nötige Gelassenheit und das Glück des Tüchtigen.

Anschließend wurden Urkunden und Zeugnisse durch die Studiengangsleiter Professor Burkhard Stolz und Professor Frank Schäfer ausgehändigt. Schäfer sprach davon, dass "Bildung die rentierlichste Investition" sei. Und er erinnerte daran, dass in Deutschland das Studium vom Staat finanziert werde, während in den USA jeder selbst dafür aufkommen müsse. Das Wohlstandsniveau der über Dreißigjährigen unterscheide sich zwischen USA und Deutschland, weil in den USA zuerst die Kredite zurückbezahlt werden müssten.

Vorgestellt wurden auch die jeweiligen Themen der Bachelor- und Masterarbeiten. Erneut zeigte sich die Praxisbezogenheit des Studiums an der OTH. Fast alle Themen behandelten konkrete Problemstellungen, meistens aus mittelständischen Betrieben in der Region. Dabei fielen Stichworte wie Vertragsmanagement, Werkverkehrsstruktur oder Digitalisierung des Werkzeugmanagements. In der Medizintechnik war auch vom Verschleiß bei den Knieprothesen von "sensomotorische Schuheinlagen" oder von Keimfreiheit im Hygienebereich zu hören.

Job in der Tasche

Erkennbar war, dass der größte Teil der Absolventen bereits einen Arbeitsplatz hat. Absolventenansprachen hielten Felicia Schmid, Julius Reuter und Jochen Wegerer. Gelobt wurde dabei "das Wohlfühlgefühl an der Hochschule durch ihre überschaubare Größe" und dass die Professoren die Namen der Studenten kennen würden. Für musikalische Umrahmung sorgten Hans-Joachim Grajer und Horst Plössner .

Die Absolventenstatistik zeigt bei den Bachelor-Studiengängen folgendes Bild: 46 Wirtschaftsingenieure, darunter als beste Absolventin Larissa Fuchs; 13 in der Medizintechnik, darunter als Beste Annika Dausend; 43 im Internationalen Technologie-Management, darunter als beste Elena Kurtwarth. In den Master-Studiengängen waren es in im Interkulturellen Unternehmens- und Technologiemanagement 26 mit Simone Ries als Beste und 6 in der Medizintechnik mit Sebastian Moser als Bestem.

Bachelor-Absolventen 2018 des Studienganges Internationales Technologiemanagement und Master-Absolventen Interkulturelles Unternehmens- und Technologiemanagement

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