24.07.2018 - 09:59 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Italo-Pop statt Blasmusik

"Fast zum Weinen" empfindet Philipp Beyer am Bürgerfestabend die Situation auf dem Oberen Markt. Der Platz sei frühzeitig wie leergefegt, klagt er im Kulturbeirat. Doch Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz überrascht bereits mit Alternativen.

Auf dem Bürgerfest lichten sich vor dem Alten Rathaus immer früher die Reihen. Statt Blasmusik will die Stadt die Besucher künftig mit Italo-Pop in der Stadt halten.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

(vok) Der Trend zeichnet sich schon länger ab. Während in den Seitengassen und am Unteren Markt der Bär steppt, lichten sich die Reihen vor dem Alten Rathaus immer früher. In diesem Jahr sollte eine neue, sehr gute Kapelle die Entwicklung stoppen. Das gelang auch mit der Eslarner Schlossbergkapelle nicht so richtig. Die Verantwortlichen kamen zu dem Schluss: Blasmusik am Abend ist nicht mehr gefragt.

Die neuen Pläne für das Jahr 2019 sehen so aus: Tagsüber bis 17 Uhr soll nach wie vor die Weidener Stadtkapelle den Ton angeben. Von 17 Uhr wird für eine Stunde eine Schülerband die Auf- und Umbauzeit überbrücken. Und dann ist eine italienische Nacht angesagt. Dazu konnte bereits die Gruppe "Pino Barone" um den gleichnamigen Sänger und Sängerin Roberta Valentini verpflichtet werden. Sie ist inzwischen in ganz Deutschland unterwegs und steht für Italo-Pop-Rock. Die Band kommt auf Empfehlung von "I Dolci Signori", die seit Jahren mit ihrer "italienischen Nacht" bei den Sommerserenaden im Max-Reger-Park vor bis zu 5000 Menschen den Höhepunkt und Abschluss bilden.

Bürgerlisten-Stadtrat Beyer kann sich auch grundsätzliche Veränderungen vorstellen. So könnte der Samstag zum neuen Schwerpunkt werden und der Sonntag zu einem Familien-Bürgerfest, das um 22 Uhr den Betrieb beendet. "Die meisten Leute müssen am nächsten Tag arbeiten." Das Weidener Bürgerfest müsse neu erfunden und wieder legendär werden. Ausdrücklich lobte Beyer die Verantwortlichen, in erster Linie Gertrud Wittmann, für die perfekte Organisation. Petra Vorsatz sieht bei einer Ausweitung des Samstags große Probleme mit den Einzelhändlern und den Marktkaufleuten, weil schon am Vormittag aufgebaut werden müsste. Allgemein zum Besucherrückgang stellt sie aber auch fest, dass Weiden mit dem Bürgerfest nicht mehr allein stehe. "Die gibt's inzwischen rundherum." Ähnlich verhalte es sich mit den Sommerserenaden. Die bieten auch Vohenstrauß, Neustadt/WN und Altenstadt/WN an. Auch CSU-Stadtrat Michael Bihler verweist auf die vielen Angebote. "Die sollte man nicht mehr ausweiten."

Bürgermeister Lothar Höher stellt fest, dass sich die Stadt auch selbst Konkurrenz mache, wenn man sieht, wie sich etwa "Weiden träumt" entwickelt habe. Und mit der Fertigstellung des Einkaufszentrums NOC sind ferner zusätzliche Angebote zu erwarten. "Wir werden ständig in Bewegung bleiben."


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