Weiden in der Oberpfalz
11.10.2018 - 20:55 Uhr

Kampf um jede Stimme

Auf der Zielgeraden will die SPD das Ruder noch herumreißen. Bei der Abschlusskundgebung zur Landtagswahl motiviert Uli Grötsch die Genossen: "Wir haben noch zwei Tage Zeit."

Bei der Abschlusskundgebung der SPD geben sich Sabine Zeidler (links), Annette Karl (vorne, Mitte) und Uli Grötsch (vorne, rechts) betont optimistisch. Bild: Kunz
Bei der Abschlusskundgebung der SPD geben sich Sabine Zeidler (links), Annette Karl (vorne, Mitte) und Uli Grötsch (vorne, rechts) betont optimistisch.

Die Parteienlandschaft sei noch nie so sehr in Bewegung gewesen wie heute, sagte der Generalsekretär der Bayern-SPD am Donnerstagabend im Postkellersaal. "Die Zahl der noch Unentschlossenen ist auf 53 Prozent gestiegen. Und um die wird es die letzten zwei Tage gehen." Als bestes Beispiel für den Kampf um jede Stimme nannte er Alfred Kutz, der an seinem Geburtstag zur Kundgebung in den Weidener Osten gekommen war, "weil ihm die gemeinsame Sache wichtiger ist, als eigene Interessen." Stadtverbandsvorsitzende Sabine Zeidler, die für den Bezirkstag kandidiert, bezeichnete die SPD als ein "Bollwerk für Freiheit, Demokratie und Solidarität."

110 Genossen klatschten sich zur Musik der Waldnaabtaler Musikanten Mut zu. Landtagsabgeordnete Annette Karl bedankte sich für einen pragmatischen Wahlkampf. "Zur Zukunft des Landes gehören nicht nur eine bayerische Rakete, sondern auch ordentliche Straßen und gute Zugverbindungen", lästerte sie über den Vorstoß des Ministerpräsidenten, Millionen in ein bayerisches Raumfahrtprogramm zu investieren. "Das ist vielleicht sexy, aber nicht echt hilfreich für gleichwertige Lebensbedingungen." Gleich zu Beginn ihrer Rede monierte sie das ungute Sicherheitsgefühl im Land. "Das hat mit mangelnder Polizeipräsenz zu tun."

Das Thema Zuwanderung war der Abgeordneten nur einen Satz wert: "Wir haben genug Gesetze und Vorgaben. Wir müssen sie nur konsequent umsetzen." Ausführlicher widmete sie sich dem Ausbau des Internets ("Das Förderprogramm investiert in veraltete Kupfertechnologie") sowie jungen Menschen und Familien. Sie wetterte gegen befristete Arbeitsverträge insbesondere auch im öffentlichen Dienst Bayerns und forderte ein Rückkehrrecht versetzter Beamter nach fünf Jahren.

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