Nicht nur für Eltern und Kinder, sondern auch oft für Enkelkinder ist ein Schlaganfall ein schockierendes Ereignis. Opa, der gestern noch mit den Enkeln gespielt hat, ist plötzlich nicht mehr der Menschen, den das Enkelkind bisher erleben durfte.
In Deutschland erleiden jährlich rund 250 000 Menschen einen Schlaganfall und werden plötzlich aus dem Alltagsleben gerissen. Für die spezialisierte Versorgung von Schlaganfallpatienten wurde am Klinikum Weiden vor einigen Jahren eine Stroke-Unit eingerichtet. Um Kindern dabei zu helfen, zu verstehen, was passiert ist und warum Opa oder Oma plötzlich nicht mehr das machen können, was sie bisher konnten, wurde in Zusammenarbeit mit Jennifer Hetzel das Kinderbuch "Keine Kirschen für Opa Bär" illustriert und erstellt, das zukünftig den kleinen (und großen) Angehörigen von Patienten zur Verfügung gestellt werden wird. Chefarzt Dr. Michael Angerer lobte die kindgerechte Aufarbeitung des nun vorgestellten, bebilderten DIN-A 5-Büchleins, das den Weg eines Schlaganfallpatienten über den Rettungsdienst, die Notaufnahme und Diagnostik bis hin zur Reha und Happy End beschreibt. Da der Ablauf bei diesem Krankheitsbild immer gleich ist, möchte der Chefarzt Kontakte zur deutschen Schlaganfallgesellschaft knüpfen.
Johann Köppl aus Hirschau war Impulsgeber bei einer Industriemesse und stellte den Kontakt her. Klinik-Prokurist Martin Neuhaus nannte es gelungen, ein Thema, das sehr nahegeht, den Kindern verständlich zu machen. Illustratorin Jennifer Hetzel gab bereits weitere Bilderbilderbücher zu Armbruch, zum Thema Schmerz und Ängsten heraus und arbeitet aktuell an den Darstellungen für die Krankheiten Parkinson und Epilepsie.













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