08.06.2021 - 12:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kliniken Nordoberpfalz: Erleichterung für vollständig geimpfte Besucher

Die Zahl der Corona-Patienten, die in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz behandelt werden müssen, ist stark zurückgegangen. Vollständig geimpfte Besucher dürfen sich ab Mittwoch über eine deutliche Erleichterung freuen.

Zwei Covid-19-Patienten werden derzeit noch auf der Infektionsstation im Weidener Klinikum behandelt. Für Besucher mit vollständigem Impfschutz gibt es erleichterten Zugang.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

Deutlich entspannt hat sich die Lage in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG. Laut einer Pressemitteilung von Dienstag werden am Klinikum in Weiden derzeit noch zwei Covid-19-Patienten auf der Infektionsstation behandelt. Intensivmedizinisch müsse kein Corona-Patient betreut werden. Noch besser sehe es am Krankenhaus Tirschenreuth, am Krankenhaus Kemnath und in der Geriatrischen Rehabilitation in Erbendorf aus: Dort müssten keine Covid-19-Patienten mehr behandelt werden. Merklich verbessert habe sich somit auch die Belastung des Personals. "Wir freuen uns, dass sich die gesunkenen Inzidenz-Werte auch in unseren Häusern bemerkbar machen“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz. In den Akutkrankenhäusern gebe nun eine Erleichterung für einige Besucher.

Vollständig Geimpfte brauchen keinen Test

Ab Mittwoch, 9. Juni, können vollständig geimpfte Personen ohne Vorlage eines negativen Testergebnisses Angehörige besuchen. „Als vollständig geimpft gilt man ab Tag 15 nach der letzten erforderlichen Einzelimpfung", erklärt Hutzler. "Genesene Personen, bei denen eine bestätigte Corona-Infektion länger als sechs Monate zurückliegt und die bereits eine Impfung erhalten haben, gelten ab dem Tag der Impfung ebenfalls als vollständig geimpft.“ Am Eingang müssten der Impfpass und gegebenenfalls die Bestätigung über eine durchgemachte Covid-19-Erkrankung vorgezeigt werden.

Wer über keinen vollständigen Impfschutz verfügt, muss vor dem Besuch von Patienten weiterhin ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen (PCR- oder Schnelltest). Die bisherigen Regelungen (1,5 Meter Abstand, regelmäßige Händedesinfektion, Tragen einer FFP2-Maske, Ausfüllen eines Kontaktformulars) haben ebenso weiter Bestand wie die regelmäßige Testung der Kliniken-Mitarbeiter. „Wir wissen, dass Besuche noch immer mit einem gewissen Aufwand verbunden sind. Die aktuellen Regelungen sind aber weiter unabdingbar für den Schutz unserer Patienten und Kolleginnen und Kollegen“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Seitens des Gesundheitsamtes Neustadt-Weiden wird die Umstellung in den Häusern des Klinikverbunds laut Pressemitteilung als korrekt eingestuft. „Krankenhäuser zählen zusammen mit den Altenheimen zu besonders sensitiven Einrichtungen. Im Gegensatz zu den Altenheimen verfügt das Patientengut der Krankenhäuser jedoch über einen deutlich geringeren Durchimpfungsgrad“, so Dr. Thomas Holtmeier, Leiter des Gesundheitsamtes. „Die Testung auch geimpfter und genesener Personen kann dazu dienen, den gegenwärtig noch bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der Wirksamkeit des Impfschutzes Rechnung zu tragen.“

Lob für gute Zusammenarbeit

Klinikverbund und Gesundheitsamt loben die Zusammenarbeit während der Pandemie. „Gemeinsam konnte durch die enge Abstimmung und Zusammenarbeit die adäquate Behandlung von Covid-19-Patienten sichergestellt werden – und das bei einer weitest möglichen Aufrechterhaltung der regulären medizinischen Versorgung selbst in den Hochphasen der Pandemie“, wird Dr. Thomas Holtmeier zitiert. So habe das Gesundheitsamt die Krankenhäuser bei der Gestaltung infektionspräventiver Konzepte und Prozesse unterstützt. Die Krankenhäuser hätten im Gegenzug das Management der dortigen Covid-19-Infizierten übernommen und eigenständig Kontaktpersonenermittlungen durchgeführt.

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