20.09.2021 - 18:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kommentar zum Gendern: Anregungen ja, Vorschriften nein

Man muss über die sprachliche Gleichbehandlung von Mann und Frau offen diskutieren. Vorschriften helfen der Sache allerdings nicht. Und Wahlkampf erst recht nicht. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Eine Frau trägt einen gelben Regenmantel mit einem Gender- und Protestsymbol bei einer Kundgebung zum Internationalen Frauentag.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Der Grundgedanke hinter dem sogenannten Gendern ist ein guter: Es geht um das Bemühen, wenigstens in der Sprache eine volle Gleichberechtigung von Mann und Frau herzustellen, wenn es schon in anderen Bereichen des Lebens nicht klappt – Stichwort: Gehälter. Aus Sicht mancher Männer mag dieses Vorhaben zum Teil absurde Ausmaße annehmen, aus Sicht mancher Frauen geht es lange noch nicht weit genug.

Sprache entwickelt sich ohnehin immer weiter, aber ohne Zwang von außen. Und so darf es auch beim Gendern zwar einen sanften Druck, aber keinen gesellschaftlichen Zwang dazu geben, das Gender-Sternchen zu schreiben oder als Pause im Wort zu sprechen. Auch darf es nicht so weit kommen, dass Studierende an staatlichen Universitäten mit Repressalien rechnen müssen, wenn sie den Trend nicht mitgehen wollen.

Vor allem aber hat das Thema nichts im Wahlkampf verloren. Man muss schon sehr verzweifelt sein, um aus einem kleinen Sternchen eine Supernova zu machen.

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