26.07.2021 - 17:28 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kommentar: Risiken im Netz: Auf lange Sicht ist Identifikation nötig

Wie Ebbe und Flut – das Thema Cybercrime wird immer wieder in die Schlagzeilen gespült. Je mehr sich der Alltag der Menschen ins Netz verlagert, desto dringender wird eine Lösung, kommentiert Wolfgang Würth.

Es scheint oft Kinderleicht, ins fremde Netze einzudringen.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Idealisten und Aktivisten werden das hier nicht gerne hören, und doch muss es ausgesprochen werden: Auf lange Sicht wird es ohne klare und eindeutige Identifikation für Nutzer im Netz nicht funktionieren. Selbst dann wird Cybercrime nicht verschwinden. Mit der jetzigen Regelung aber muss das Netz auf Kriminelle wirken wie ein Selbstbedienungsladen ohne Kasse.

Natürlich bietet die Anonymität im Netz auch Möglichkeiten. Aber seien wir ehrlich: Staaten, die ein Problem damit haben, dass sich ihre Bürger frei äußern, haben längst Wege gefunden, die Menschen auch im Netz zu unterdrücken.

Davon sind Demokratien weit entfernt. Und die Entfernung bliebe auch bestehen, wenn es klare Regeln gibt, unter welchen Umständen die Identität eines Erpressers nachzuvollziehen ist. Wie gesagt: Natürlich werden die Kriminellen Wegen finden, sich der Erfassung zu entziehen. Das tun sich aber auch in der realen Welt. Und niemand kommt auf die Idee, dies als Argument gegen das Ausweissystem ins Feld zu führen.

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Erbendorf

 

 

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