06.10.2021 - 11:25 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kreiswahlausschuss ermittelt amtliches Wahlergebnis

Nun ist es amtlich: Der Kreiswahlausschuss im Wahlkreis Weiden hat das endgültige Ergebnis der Bundestagswahl bekanntgegeben.

So geht es nicht: Wahlsachbearbeiter Thomas Wührl zeigt einen zerschnittenen Wahlschein, der damit ungültig ist.
von Externer BeitragProfil

Der Kreiswahlausschuss hat nun unter Vorsitz von Kreiswahlleiterin Nicole Hammerl das endgültige Wahlergebnis der Bundestagswahl im Wahlkreis 235 Weiden mit marginalen Korrekturen ermittelt und festgestellt, dass Albert Rupprecht (CSU) mit 38,5 Prozent das Direktmandat im Wahlkreis errang. Dem Ausschuss lagen zur Prüfung die 351 Wahlniederschriften mit beschlussmäßig behandelten Stimmzetteln aller Urnen- und Briefwahlbezirke der Stadt Weiden sowie der Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth vor. Das teilt die Stadt Weiden nun mit.

Bei insgesamt 18 dieser Stimmzetteln hob der Kreiswahlausschuss die Entscheidungen der Urnen- und Briefwahlvorstände teilweise oder vollständig auf. Der Ausschuss erklärte fünf Erststimmen und eine Zweitstimme für gültig sowie acht Erststimmen und neun Zweitstimmen für ungültig. In sechs Fällen sah der Ausschuss Stimmen nachträglich für als gültig abgegeben an, da die ursprüngliche Stimmvergabe auf dem Stimmzettel deutlich sichtbar korrigiert und der Wählerwille zweifelsfrei durch eine weitere Kennzeichnung des Stimmzettels dokumentiert war. Als Gründe für nachträgliche Ungültigkeit führte der Ausschuss mehrfache Kennzeichnung von Stimmzetteln, nicht eindeutig erkennbaren Wählerwillen oder Veränderung des amtlich hergestellten Stimmzettels durch Zer- oder Zurechtschneiden an.

Das vorläufige Endergebnis sei am Wahltag bereits um 21.40 Uhr festgestanden. Nicole Hammerl dankte den rund 3000 Wahlhelfern im Wahlkreis für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Gleichzeitig mahnte Hammerl an, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, dass eine Wahl so reibungslos ablaufe: „Die Vorgänge am Wahlsonntag in Berlin zeigen uns, welchen hohen logistischen Vorbereitungsaufwand die Durchführung einer Wahl unter Pandemiebedingungen verursacht. Daher gilt mein Dank auch allen Wahlsachbearbeitern und EDV-Mitarbeitern in den Gemeinden und den beiden Landratsämtern im Wahlkreis.“

Die Wahlbeteiligung nahm im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 um 2 Prozentpunkte auf 79,8 Prozent im Wahlkreis zu. Allein in Weiden nutzten 15.360 Wahlberechtigte die Briefwahl. Der Briefwahlanteil lag damit bei beachtlichen rund 63 Prozent. Dies bedeutet ein Anstieg der Briefwähler im Stadtgebiet im Vergleich zur letzten Bundestagswahl um 76 Prozentpunkte. Zugleich waren in Weiden 394 Wahlbriefe wegen nicht ordnungsgemäß ausgeübter Briefwahl zurückzuweisen, was einem Anteil von 2,57 Prozent aller beantragter Wahlscheine entspricht.

Erstmals mehr Brief- als Urnenwähler

Weiden in der Oberpfalz

 

 

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