08.07.2018 - 11:43 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kundendienst findet Fake-Sprengstoff

Einem Kundendienst-Mitarbeiter winkt eine Karriere als Sprengstoff-Sucher. In einem Auto findet er mutmaßlichen Sprengstoff und schaltet die Polizei ein. Die Experten geben aber schließlich Entwarnung.

Symbolbild
von Externer BeitragProfil

Mit einem nicht alltäglichem Fall, der für Aufregung sorgte, hatte sich am Freitagabend die Polizei in Weiden zu beschäftigen.

Ein amerikanischer Staatsbürger hatte in einer Kfz-Werkstätte in der Conrad-Röntgen-Straße seinen Pkw zum Kundendienst abgegeben. Bei der Überprüfung des Airbags wurde unter der Armlehne der Mittelkonsole ein sprengstoffähnlicher Gegenstand aufgefunden. Das teilt die Polizeiinspektion Weiden mit.

Die herbeigerufenen Beamten bestätigten den Verdacht und schlossen nicht aus, dass es sich um ein Sprengstoffpaket handeln könnte. Der Fundort wurde sofort abgesperrt und für Personen unzugänglich gemacht. Zur Verifizierung und eventuell nötigen Entschärfung des Gegenstandes wurde die technische Sondergruppe (TSG) des bayerischen Landeskriminalamtes angefordert.

Eine Untersuchung durch Beamte des TSG ergab, dass es sich um eine selbstgebaute Sprengstoffattrappe für Übungszwecke handelte. Der Inhalt, eine Art plastischer Kunststoff, hatte keinerlei Sprengwirkung. Der Gegenstand wurde sichergestellt.

Ermittlungen über die Militärpolizei ergaben, dass der Vorbesitzer des Fahrzeuges US-Soldat war, der einer Einheit angehörte, die mit diesen Attrappen übte. Dazu wurde der Fake-Sprengstoff in Fahrzeuge verbaut und sollte von den auszubildenden Soldaten bei der Durchsuchung aufgefunden werden. Scheinbar wurde der Gegenstand in diesem Fahrzeug aber nie gefunden und darin vergessen.

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