Das sogenannte Lohmer-Grundstück ist seit zwei Jahren im Besitz der Stadt Weiden. Baudezernent Oliver Seidel nannte nun die sich gebotene Option, diese innerstädtische Fläche in sehr ruhiger Lage zu erwerben, eine einmalige Gelegenheit, den Grüngürtel der Stadt zu erweitern. Dieser „grüne Ort“ soll zusammen mit einem Grünzug im Umgriff auf privatem Grund nach Osten und Süden fast bis zur Südosttangente sowie durch die Passage zur Max-Reger-Straße auch mit dem Innenstadtgebiet vernetzt werden.
Dem Förderantrag werden daher ein Konzept und die Ideen und Ziele der Stadtplanung zugrunde gelegt. Stand der Dinge ist, dass ein übersichtlicher, optimal gepflegter Anziehungspunkt entsteht, der von der Bevölkerung angenommen wird, und keine unsichere „dunkle Ecke“ in diesem Naherholungsbereich. Beispiele der Gestaltung wären etwa ein (Wasser-)Spielplatz, ein Imbiss, ein Eisstand oder kleines Café.
Für das Nutzungsrecht öffentlicher Wege in der Gesamtfläche wurde eine Sicherungsvereinbarung für die nächsten 25 Jahre getroffen. Mit dem privaten Grundstückseigentümer sind Anpassungen hinsichtlich der Wegführung erforderlich, da dieser eine Annäherung an den Stadtmühlbach wünscht, um „Wasser erlebbar“ zu machen. Gedacht ist an einen Fußweg, vielleicht in Kombination mit einem Radweg.
Die Stadt ist in einem Gemeinschaftsprojekt der Dezernate 2 und 6 gerade dabei, ein Mobilitätskonzept zu erstellen, auch zur Überprüfung und gegebenenfalls Optimierung des Wegenetzes und der Vernetzungsmöglichkeiten. Nun muss der Plan beim Fördergeber Gefallen finden, damit die Haushaltsmittel fließen.
Auch das Stadtentwicklungskonzept wird überarbeitet werden. Daraus ergeben sich die in einer Gesamtvision zusammengeführten Einzelmaßnahmen und der Maßnahmenkatalog. Dass der Fokus auf der Flächenentsiegelung liegt, sei, so Seidel bei der Besichtigung des Lohmer-Grundstücks mit der SPD-Stadtmitte, schon ein Ergebnis, dass man in Richtung lokaler Ökologie stärker unterwegs sein will, also Verbesserungen im innerstädtischen Bereich anstrebt, der wieder lebenswerter werden soll. Für ihn sei dieses Projekt ein Beitrag zur Attraktivitätssteigerung für die in der Innenstadt lebenden und arbeitenden Menschen.















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