22.07.2021 - 12:31 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Mann bedroht Brüder mit Hammer

Zwei Buben waren in ein stillgelegtes Neustädter Betriebsgelände eingestiegen. Doch der Hausmeister hatte sie erwischt und die Kinder mit einem Hammer bedroht. Deshalb stand der nun in Weiden vor Gericht.

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main.
von Autor RNSProfil

Zwei 13 und 15 Jahre alte Brüder stiegen in Neustadt/WN in ein stillgelegtes Betriebsgelände ein. Doch der Hausmeister erwischte sie. Einen der Flüchtenden hielt der Mann am Kapuzenpulli fest, während der andere schon fast den Zaun überquert hatte. Diesem rief der Mann zu, dass er zurückkommen solle, sonst würde er seinen Bruder erschlagen. Dabei hielt der Landkreisbewohner einen Hammer in der Hand. Wegen Bedrohung stand er nun am Dienstag vor Richter Hubert Windisch, nachdem er gegen einen Strafbefehl Einspruch erhoben hatte.

Vor Gericht versuchte der Angeklagte glaubhaft zu machen, dass sich die 13 und 15 Jahre alten Jungen die Geschichte aus Angst vor ihren Eltern ausgedacht hätten. Er selbst – mit leichter Behinderung – sei zu so einer Tat gar nicht fähig.

Richter Windisch schloss sich der Ansicht von Staatsanwältin Carolin Ammon an, dass die Buben glaubhaft ausgesagt hatten. Sie hatten berichtet, dass sie Angst um ihr Leben gehabt hatten. Windisch erhöhte die im Strafbefehl genannten 50 Tagessätze sogar noch. Der Verurteilte, der nach eigenen Angaben keinerlei Einkommen hat und von Zuwendungen seiner Freunde lebt, sei in der Tagessatzhöhe mit einem Hartz-IV- Empfänger gleichzustellen. Windisch verurteilte ihn zu 80 mal 15 Euro.

Ohne Maske und angeblich mit falschem Attest war ein Mann auf einer Anti-Corona-Demo

Weiden in der Oberpfalz

 

 

Kommentare

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Tanja Härtl

Verkehrte Welt! Kaum zu glauben, aber wohl leider wahr.

22.07.2021