27.10.2020 - 12:38 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Maskendiskussion: ÖDP-Kreisverband geht auf Distanz zu eigenem ÖDP-Stadtrat in Weiden

Mund-Nase-Masken sind gesundheitsgefährdend, behauptete ein ÖDP-Stadtrat in Weiden. Experten erklärten, warum das falsch ist. Nun meldet sich der Kreisverband der ÖDP zu Wort – und distanziert sich von den Aussagen seines Mitglieds.

Zum Mund-Nase-Schutz reißen die Diskussionen nicht ab. Vor allem in der ÖDP, wo sich ein Mitglied, Weidens Stadtrat Helmut Schöner, zunehmend kritisch äußert. Nun spricht der Kreisverband ein Machtwort.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Erst ist Sonja Schuhmacher, die Möchtegern-Überläuferin der Grünen zur ÖDP-Fraktion in Weiden der Zankapfel. Der ÖDP Kreisverband Neustadt-Weiden-Tirschenreuth verwehrt sich dagegen, weil Schuhmacher sich nicht von wissenschaftlich nicht belegbaren verschwörungstheoretischen Aussagen distanziert, sondern sie in sozialen Medien noch verbreite. Nun droht neues Ungemach in der ÖDP.

So stellt der Kreisverband in einer Mitteilung am Dienstag klar, dass er sich ausdrücklich vom offenen Brief des Weidener Stadtrates und ÖDP-Mitglieds Helmut Schöner zu gesundheitlichen Auswirkungen von Masken distanziert. "Dieser [offene Brief] stellt lediglich seine eigene Meinung dar, nicht aber die Meinung der ÖDP", schreibt Kreisvorsitzender Christian Wallmeyer. Weiter heißt es: "Wer in der Schule aufgepasst hat, der weiß, dass der Mensch CO2 ausatmet, folglich auch unter der Maske ein erhöhter CO2-Wert zu messen sein muss." Es sei zudem eine Binsenweisheit, dass das Atmen ohne Maske angenehmer sei. "Man kann aber selbst Kindern vermitteln, dass es zum Schutz der Allgemeinheit in besonderen Situationen notwendige Einschränkungen geben muss." Nichtsdestotrotz müsse die Diskussion und die Forschung über die Schutzwirkung von Masken fortgeführt werden. Kindern dürfe nicht mehr als nötig zugemutet werden.

In Anspielung an den offenen Brief des ÖDP-Mitglieds Schöner heißt es: "Wenn aber jeder in Peter-Lustig-Manier hier seine unqualifizierte Meinung dazu abzugeben gedenkt, dürfte das gesellschaftlich problematischer sein, als für eine gewisse Zeit Masken zu tragen, zumindest so lange die Inzidenz in unserer Region die deutschen Ranglisten anführt." Mahnend erscheint der folgende Satz in Richtung des eigenen Parteimitglieds: "Wir müssen auch in unserer modernen Welt akzeptieren, dass es nicht für jedes Problem eine absolut richtige und für alles und jeden passende Lösung gibt."

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