19.12.2018 - 13:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Mitarbeiter mit dualem Studium binden

Die Zahl der derzeit 230 dual Studierenden an der OTH Amberg-Weiden wird weiter wachsen. Jetzt schließt auch Seltmann Weiden mit der OTH einen Kooperationsvertrag.

Unterschriften vor der Kulisse hochwertigen Porzellans: Seltmann-Geschäftsführer Josef Kallmeier und OTH-Präsidentin Andrea Klug unterzeichnen den Kooperationsvertrag
von Siegfried BühnerProfil

"Personal zu suchen und es zu halten wird für mittelständische Betriebe immer mehr zum Hauptproblem", sagt Geschäftsführer Josef Kallmeier vom Porzellanhersteller Seltmann. Um weiterhin attraktive Ausbildungsplätze anzubieten, schloss das Unternehmen jetzt mit der OTH Amberg-Weiden einen Kooperationsvertrag über die Einrichtung von dualen Studienplätzen im Bereich Betriebswirtschaft. Studium und Praxisphasen werden darin aufeinander abgestimmt.

"Das soll nur ein erster Schritt sein", erklärt Kallmeier. Er deutet an, dass Interesse für eine Zusammenarbeit auch in den Bereichen Elektrotechnik und Logistik besteht. Zur Unterzeichnung des Vertrags waren OTH-Präsidentin Andrea Klug und die Leiterin von OTH-Professional, Sabine Märtin, zu Seltmann gekommen. "Das duale Studium setzt sich immer mehr durch", stellte die Hochschulpräsidentin fest. "Die Studentenzahlen steigen von Jahr zu Jahr in unserer Hochschule." Auf die kürzlich vereinbarte Kooperation mit Siemens folge nun die Kooperation mit Seltmann. Klug führt das zunehmende Interesse der Betriebe am dualen Studium darauf zurück, dass "diese Ausbildung stark auf den Bedarf der Betriebe zugeschnitten ist".

Klug sieht zudem die regionale Ausrichtung der OTH bestätigt. "Nach wie vor münden 80 Prozent unserer Studenten in unserer Region auf einem Arbeitsplatz ein." Kallmeier will mit Ausbildungsplätzen für dual Studierende einerseits "in der Konkurrenzsituation mit den großen Unternehmen Mitarbeiter frühzeitig binden", andererseits aber auch dem Bedarf an höherqualifizierten Arbeitskräften Rechnung tragen. Über den demnächst eingerichteten neuen Studiengang Logistik und Digitalisierung sagt er: "Logistik ist auch ein Thema für uns." Und im Bereich der Elektrotechnik bestehe ebenfalls Interesse: "Früher reichte es, Kabel legen und anschließen zu können, heute geht es um die Steuerung ganzer Systeme." Vor allem bei der robotergestützten Fertigung seien solche Kenntnisse erforderlich.

Beginnen will Kallmeier jedoch im ersten Schritt erst einmal mit zwei dualen Studenten im Fach Betriebswirtschaft. Gewählt wurde die Fallalternative mit studienbegleitenden Praxisphasen und akademischen Abschluss ohne zusätzlichen betrieblichen Berufsabschluss.

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