02.03.2021 - 20:34 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Meinung: Vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz: Öffnung klappt nur mit Bedacht

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Die Zeichen stehen auf Öffnung. Angesichts steigender Coronazahlen und Mutationssorgen scheint das unvernünftig. Es gibt aber durchaus Argumente, die für Lockerungen sprechen – wenn die Politik es richtig macht, kommentiert Wolfgang Würth.

Gesperrt? Wie lange noch?
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Axel Bartelts Sorge ist begründet: Vor drei Wochen entschieden sich Kanzlerin und Ministerpräsidenten für eine Lockdown-Verlängerung - trotz sinkender Fallzahlen. Inzwischen steigen die Werte, die Wunsch-Inzidenz von 35 ist weit entfernt - und doch stehen die Zeichen plötzlich auf Öffnung. Soll hieraus kein Desaster erwachsen, ist intelligentes Vorgehen gefragt.

Der Druck ist gewachsen, dazu stehen Wahlen an. Nur so ist zu erklären, dass es plötzlich um Öffnungen geht. Nebenbei: Dass Gartenmärkte Kunden empfangen dürfen, Schulen aber geschlossen bleiben, zeigt, woher der Druck kommt.

Doch tatsächlich gibt es auch Argumente für die Öffnung: Die Impfungen bei Senioren zeigen Wirkung, dazu bieten Schnelltests eine neue Möglichkeit, Infektionsketten schnell zu unterbrechen.

Beide Effekte bieten die Möglichkeit, die Pandemie besser zu steuern und so trotz Gefahr vorsichtig zu öffnen. Dafür ist schnelles und kluges Handeln der Politik gefragt. Zuletzt haben sich die Verantwortlichen nicht unbedingt dadurch hervorgetan.

Regierungspräsident Bartelt über Corona in der Nordoberpfalz

Regensburg

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