"Zurück ins Moor": Mit diesem Motto versuchte Roland Richter die Marschrichtung vorzugeben. Allerdings musste der SPD-Fraktionsvorsitzende einräumen: "Wir laufen hier offene Türen ein bei der Verwaltung." Denn die Untersuchungen, welche die SPD beantragt hat, sind bereits angelaufen: Welche Moorflächen in und um Weiden könnten renaturiert werden? Und welcher Aufwand ist dazu nötig?
Dies sei "ein Baustein, ein Maßnahmenvorschlag, im Integrierten Klimaschutzkonzept", betonte Rechtsdezernentin Nicole Hammerl in der Stadtratssitzung. Die Grundlage bildet jedoch die Nationale Moorschutzstrategie, welche die Bundesregierung im November verabschiedete. Grundgedanke: Moore dienen als Wasserspeicher, nehmen Kohlendioxid auf und beherbergen seltene Tier- und Pflanzenarten. Gerade im Westen Weidens gebe es viele Brunnen und auch Moorflächen, stellte Richter fest. Die Frage sei aktuell, auf wie viele Flächen genau die Stadt Zugriff habe.
"Auch sehr viele private Besitzer" erkannte jedenfalls Heiner Vierling (CSU). Die Stadt müsse sie bei ihrer Strategie mitnehmen, forderte er: "Wenn Sie eine Fläche der Stadtwerke mit Wasser fluten, dann wirkt sich das auch auf die Flächen der Privaten aus." Wie Sabine Zeidler (SPD) berichtete, habe sich auf den Vorbericht von Oberpfalz-Medien hin bereits ein interessierter Grundstücksbesitzer bei ihr gemeldet. "Er findet die Idee gut und würde gerne Flächen zur Verfügung stellen."
Christoph Skutella (FDP/Freie Wähler), Landtagsabgeordneter der Liberalen, empfahl eine Anfrage beim Freistaat, ob der die Renaturierung finanzieren könnte: "Das Potenzial ist riesig. Dafür steht viel Geld zur Verfügung."















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